N Skispringen

Kam bei der Landung in Innsbruck schwer zu Sturz: Richard Freitag. (Foto: APA) Nach dem Sturz musste Freitag in die Auslaufzone begleitet werden. (Foto APA) Ist in Bombenform: Kamil Stoch. (Foto APA)

Freitag-Schock in Innsbruck – Stoch vor historischem Sieg

Während Kamil Stoch nach seinem Sieg in Innsbruck vor einem historischen Triumph steht, hat sein großer Konkurrent Richard Freitag einen bitteren Tag hinter sich. Er stürzte schwer und musste das Springen abbrechen.

Dass die Bergisel-Schanze in Innsbruck nicht perfekt präpariert war, war von Anfang an klar. Mehrere Springer hatten ihre Probleme mit der Anlaufspur und dem Aufsprung. Nicht nur der Österreicher Stefan Kraft, der auch am Bergisel nicht aus seinem Formtief herauskam, sprach in einem TV-Interview vor einer „schlecht präparierten Anlage.“


Freitag schwer gestürzt

Die schwersten Anschuldigungen erhoben die Deutschen – auch gegen die FIS-Jury. Sie beklagten, dass der Anlauf zu lang war und die FIS nicht reagiert hätte. Zusammen mit dem Regenwetter und dem schlechten Bedingunen beim Aufsprung, seien die Bedingungen für die Springer gefährlich gewesen, so der deutsche Teamchef Werner Schuster.

Verständlich, immerhin erwischte es mit Richard Freitag ihren besten Mann. Er segelte im ersten Durchgang zwar auf 130 Meter, konnte den Sprung aber nicht stehen und stürzte schwer. Freitag musste aus der Auslaufzone begleitet werden und konnte im zweiten Durchgang nicht mehr antreten.


Stoch steht vor historischem Triumph

Durch den Sturz von Freitag ist der Weg zum Tourneegesamtsieg für Kamil Stoch jetzt frei. Der Pole, der schon im Vorjahr die Vierschanzentournee gewonnen hatte, hat alle bisherigen drei Springen gewonnen. Sollte er auch das Dreikönigs-Springen in Bischofshofen am Samstag gewinnen, würde er den Rekord von Sven Hannawald egalisieren. Dieser hatte 2002 alle vier Springen der Vierschanzentournee gewonnen – das hat sonst noch nie jemand geschafft.

Dass Stoch, der als erst zweiter Pole am Bergisel gewinnen konnte, die Gesamtwertung der Vierschanzentournee gewinnt, scheint so gut wie fix zu sein. Vor dem letzten Springen hat Stoch fast 65 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Andreas Wellinger. Dieser Sprang für seinen gestürzten Teamkollegen Freitag in die Bresche und holte sich in Innsbruck Platz drei. Auf Platz zwei landete Vorjahressieger Daniel-Andrè Tande aus Norwegen.

Von den Azzurri war nur Sebastian Colloredo mit dabei. Er schied aber im ersten Durchgang gegen Anders Fannemel aus und wurde 34. Der Grödner Alex Insam konnte sich nicht für das Springen am Bergisel qualifizieren.


SN/cst

Autor: sportnews

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