N Skispringen

Federico Cecon zieht einen Schlussstrich. © Pentaphoto

Polemischer Rücktritt: „War der beste Italiener“

Italiens Skisprung-Team verliert mit Federico Cecon einen weiteren Athleten. Seinen ganzen Unmut über das erzwungene Karriereende äußerte der 25-Jährige in einem Interview.

Skispringer in Italien haben es nicht leicht – zumindest die Herren. Denn während Lara Malsiner & Co. der internationalen Konkurrenz die Stirn bieten, hinken die Herren seit jeher hinterher. Gründe dafür gibt es viele, Lösungsansätze nur wenige. Mit Andreas Felder wurde hinsichtlich der neuen Saison ein Skisprung-Guru als Trainer verpflichtet, der nicht nur Malsiner in der Weltspitze etablieren, sondern auch Alex Insam auf Vordermann bringen soll.

Ausschluss eine große Überraschung
Federico Cecon wird dagegen nicht mehr auf den Weltcup-Schanzen anzutreffen sein. Obwohl die abgelaufene Saison die beste seiner Karriere war, wurde er bei der Kaderzusammenstellung nicht mehr berücksichtigt. „Das war eine große Überraschung, war ich doch in der letzten Saison der beste Italiener“, behauptet der Sohn von Italiens Skisprung-Legende Roberto Cecon gegenüber Studio Nord News. Weil ein Training auf eigene Faust im Skispringen quasi unmöglich ist, entschloss der Friauler, seine Karriere zu beenden.

Cecon berichtet von einer kritischen Situation des italienischen Skispringens. „Die Leistungen der Mannschaft in den letzten Jahren sprechen eine deutliche Sprache: Italien existiert, so leid es mir tut, im Weltcup nicht mehr“, bedauert der Italiener. Um das Skispringen auf Vordermann zu bringen, bräuchte es Trainer, die mit Herz dabei seien. „Das sportliche Umfeld muss wie eine Familie sein, ruhig und einladend“, sagt er.

Autor: leo

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