N Skispringen

Markus Eisenbichler, Peter Prevcund Stephan Leyhe am Podium. © APA/afp / GEIR OLSEN

Prevc feierte Sieg-Comeback in Lillehammer

Vom 16. Stockerlplatz war Stefan Kraft am Montag in Lillehammer einen Satz weit entfernt. Doch mit Rang acht stieg der Führende im Gesamtweltcup im ersten Bewerb des Weltcupfinales in Norwegen wesentlich besser aus als sein schärfster Konkurrent Karl Geiger, der nur 19. wurde. Tagessieger Peter Prevc aus Slowenien feierte den ersten Sieg seit drei Jahren.

Einen Tag nach der wetterbedingten Absage der Wettbewerbe am legendären Holmenkollen in Oslo waren die Springer erneut mit schwierigen, weil wechselhaften Windbedingungen konfrontiert. Die besten zehn mussten im ersten Durchgang zudem mit einer verkürzten Anlaufspur vorlieb nehmen. Der fünffache Saisonsieger Kraft segelte nach langem Warten auf dem Zitterbalken zunächst auf 128 m – und steigerte sich in der Entscheidung „mit Vollgas und Risiko “ auf 132 m.

Sein Poker im ersten von zwei Bewerben in der Olympiastadt von 1994 ging auf. Denn obwohl Rang acht das Ende seiner sechs Bewerbe andauernden Podestserie bedeutete, distanzierte der Halbzeit-12. Kraft den Halbzeit-10. Geiger im Finish um neun Meter. Geiger, sonst in dieser Saison ebenfalls ein Meister der Konstanz, landete bereits bei 123 m. Seine Landsleute Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe, die hinter Prevc das Stockerl komplettierten, machten da ihre Sache wesentlich besser.

Italiener war am Montag in Norwegen keiner am Start. Das wird auch am Dienstag so sein, wenn um 17 Uhr ein zweiter Bewerb in Lillehammer stattfindet, danach geht es im Rahmen der hoch dotierten Raw-Air-Serie (Siegprämie 60.000 Euro) noch nach Trondheim und Vikersund (Skifliegen). Auch die Qualifikation zählt für die Wertung, die nach drei Sprüngen der Norweger Marius Lindvik (655,2 Pkt.) vor Kraft (647,6) anführt.

Skiflug-WM ohne Zuschauer
Wie es auf den verbleibenden Stationen in Norwegen wegen des Coronavirus weitergeht, war indes, anders als in Planica, offen. Die Skiflug-WM wird ohne Zuschauer stattfinden, wie auf einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Slowenien am Montag beschlossen wurde. Der für kommendes Wochenende angesagte Continental-Cup in Zakopane wurde überhaupt abgesagt. In Lillehammer ging das Springen ganz normal, allerdings mit wenig Publikum, über die Bühne.

Autor: fop/apa

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