
Domen Prevc ist der König der Lüfte. © APA / ERWIN SCHERIAU
Prevc wird disqualifiziert – und jubelt trotzdem
Domen Prevc hat den Gesamtweltcup im Skispringen gewonnen – und damit eine außergewöhnliche Saison gekrönt. Der Slowene wurde beim Weltcup in Lahti zwar nach seinem Sprung disqualifiziert, sicherte sich die große Kristallkugel aber dennoch vorzeitig.
06. März 2026
Von: sn
Sportlich war Prevc in Lahti erneut der dominierende Springer. Im einzigen Durchgang flog der 26-Jährige auf 129 Meter und stellte damit die mit Abstand beste Weite des Tages auf. Kurz nach dem Wettbewerb folgte jedoch die Ernüchterung: Bei der Materialkontrolle stellten die Kampfrichter fest, dass seine Ski im Verhältnis zu seinem Körpergewicht einen Zentimeter zu lang waren. Das verstößt gegen das Reglement – Prevc wurde nachträglich disqualifiziert.
Am Ausgang des Gesamtweltcups änderte das allerdings nichts. Sein letzter verbliebener Konkurrent, der Japaner Ryoyu Kobayashi, kam in Lahti nur auf Rang sechs und konnte damit nicht mehr genug Punkte sammeln, um den Slowenen noch abzufangen. So stand trotz der Disqualifikation fest, dass Prevc erstmals in seiner Karriere die große Kristallkugel für den Weltcup-Gesamtsieg gewinnt.
Historische Erfolgsserie
Damit vollendet der Slowene eine historische Erfolgsserie. Innerhalb von nur 363 Tagen gewann Prevc den WM-Titel, die Vierschanzentournee, die Skiflug-Weltmeisterschaft, Olympia-Gold und nun auch den Gesamtweltcup. Eine derartige Dominanz über mehrere Großereignisse hinweg gelang zuvor nur dem finnischen Skisprung-Idol Matti Nykänen Anfang der 1980er-Jahre.Der Tagessieg in Lahti ging letztlich an den Deutschen Philipp Raimund, der mit 122,5 Metern sprang und erst nach Bekanntgabe der Disqualifikation zum Sieger erklärt wurde. Der Grödner Alex Insam landete auf Rang 40.
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