N Skispringen

Markus Eisenbichler war nach dem Springen in Willingen sichtlich angefressen. © ANSA / SASCHA STEINBACH

„Scheißdreck da“: Deutscher Skisprung-Star teilt aus

Es war ein Interview mit Seltenheitswert: Markus Eisenbichler, mehrfacher Skisprung-Weltmeister aus Deutschland, holte am Sonntag vor laufender Kamera zum verbalen Rundumschlag aus.

Eisenbichler fluchte hemmungslos drauf los. „Es kotzt mich an sowas, dass man einfach nicht warten kann“, sagte der emotionale Bayer nach seinem elften Platz bei der Olympia-Generalprobe der Skispringer in Willingen. „Scheißdreck da“, rief Eisenbichler im Interview des ZDF.


Der 30-Jährige regte sich furchtbar darüber auf, dass er im zweiten Durchgang bei schwierigen Bedingungen springen musste. Beim Sieg des Norwegers Marius Lindvik fiel er vom dritten Platz aus dem ersten Durchgang auf den elften Rang zurück.

Ganz anders war die Stimmung am Sonntag bei seinem Teamkollegen und Kumpel Karl Geiger. Der Oberstdorfer verabschiedete sich mit einem zweiten Platz Richtung Peking und eroberte das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtweltcup zurück. „Heute war echt ein cooler Wettkampf – nochmal zwei gute Sprünge“, resümierte Geiger. Mit seinen Flügen auf 139,5 und 140 Meter musste er sich nur Lindvik geschlagen geben. Dritter wurde der Slowene Cene Prevc vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi, der dadurch wieder von Geiger im Gesamtklassement überholt wurde.

Zu Wochenbeginn brechen die Springerinnen und Springer auf Richtung Peking. Dort sind sie am Samstag erstmals auf der spektakulären Olympia-Schanze gefordert – auch der Trentiner Giovanni Bresadola, der Italiens Ein-Mann-Kader stellt und sich an diesem Sonntag in Willingen mit Rang 29 zufrieden geben musste. Alex Insam hat es coronabedingt nicht ins Peking-Aufgebot geschafft.

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