N Skispringen

Mit voller Wucht knallte Tande auf die Schanze und rutschte den Hang dann bewusstlos hinunter. © APA/afp / JURE MAKOVEC

„Wussten nicht, ob er überlebt“ – Skisprung-Zirkus in Schockstarre

Beim Auftakt des Skiflug-Weltcupfinales im slowenischen Planica kam der Norweger Daniel Andre Tande schwer zu Sturz. Der Wettkampf musste längere Zeit unterbrochen werden, während seine Kontrahenten über seinen Zustand nur rätseln konnten. Der Skisprung-Zirkus ist unter Schock.

„Ich wollte gleich wissen, was los ist. Da haben sie gesagt: Sie wissen noch nicht, ob er überlebt. Man vergisst es immer wieder, das ist eine Riesenschanze. Das ist lebensgefährlich“, sagte Karl Geiger, der sich bei den Notfallkräften um Tandes Zustand informieren wollte. „Ich hoffe, dass er wieder unter den Lebenden ist und dass er keine Schäden davonträgt. Das ist tragisch. Das ist eine üble Geschichte. Alles Gute für ihn“, sagte Geiger, der im Dezember 2020 in Planica Skiflug-Weltmeister wurde.


Tandes Trainer, der Österreicher Alexander Stöckl, war nach dem Rennen schwer unter Schock: „Es ist schwer, mitanzusehen, wenn ein Springer Luft unter die Skier bekommt und sich dreht. Man kann nur auf das Beste hoffen, dass alles in Ordnung ist mit ihm. Das ist das Wichtigste.“

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Noch während des Rennens kam von der FIS jedoch Entwarnung: Tandes Zustand sei „stabil“, er befinde sich also nicht in Lebensgefahr. Stunden später kam vom norwegischen Team die Nachricht, dass sich Tande beim Sturz lediglich das Schlüsselbein gebrochen hat und keine lebensbedrohlichen Verletzungen davongetragen hat. Er muss aber im künstlichen Koma gehalten werden, um das Gehirn zu entlasten. Gewonnen hat den Auftakt der Japaner Ryoyu Kobayashi vor den Deutschen Markus Eisenbichler und Karl Geiger.

Autor: apa/fs

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