O Skitouren

Das Podium des Männerrennens mit Tagessieger Robert Antognoli

Skitourengeher haben im Ahrntal ihre Italienmeister ermittelt

Die Athleten der Militärsportgruppe dominierten die 10. Auflage des SkiAlpRace Ahrntal und holten in beiden Geschlechtskategorien die Italienmeistertitel. Robert Antonioli überholte im letzten Moment seinen Teamkollegen Michele Boscacci und gewann den Titel in der Abfahrt. Start-Ziel-Erfolg hingegen für Alba De Silvestro bei den Damen, vor Katia Tomatis und ihrer Schwester Martina De Silvestro.

Es ist einmal mehr Robert Antonioli, der sich beim SkiAlpRace Ahrntal behauptete, nachdem er auch im Vorjahr bereits gewonnen hatte, und in diesem Jahr auch den Italienmeistertitel der allgemeinen Klasse mit nach Hause nimmt. Es war ein Rennen im Zeichen der Aufholjagd, nachdem Teamkamerad Michele Boscacci zeitweilig bis zu 30 Sekunden Vorsprung auf das Verfolgerduo Antonioli-Maguet herauslaufen konnte. Erst in der langen Abfahrt von der Henne (2.478 m) in Richtung Ziel, wo Boscacci einen Sturz samt Skiverlust erlitten hat, konnte Robert Antonioli seine bekannte Stärke im Abwärtsfahren ausspielen und kurz vor dem Ziel seinen Kontrahenten und Teamkameraden Boscacci überholen. Das Rennen war pünktich um 10 Uhr gestartet worden und sofort hatte sich das Militärteam um Boscacci, Antonioli, Maguet, Reichegger, Eydallin und Lenzi an die Spitze gesetzt. Dort spielten dann die drei stärksten Athleten, Antonioli, Boscacci und Maguet ihre Form bis zum Schluss aus. Robert Antonioli beendet als erster das Rennen mit einer Zeit von 1h40'34'', rund 11.2'' vor Michele Boscacci und 40.7'' vor Nadir Maguet. Es gab somit einen Dreifachsieg der Atheten der Italienischen Nationalmannschaft vor Federico Nicolini vom Brenta Team (+1'54'') und den beiden anderen Militärathleten Matteo Eydallin (+3'00'') und dem 41-jährigen Lokalmatador und Mehrfachweltmeister Manfred Reichegger (+3'17'') aus Mühlwald. Nur achter wurde Martin Weißkopf, der Österreicher der im vergangenen Jahr hier noch Dritter gewesen war. Bester Südtiroler Amateur wurde der junge Grödner Alex Oberbacher, der für das Team Bogn da Nia aus dem Fassatal läuft und den 9. Platz eroberte, knapp vor den beiden Gadertalern Lois Craffonara und Michael Moling, die sich in einem spannenden Zielsprint duelliert haben.


Alba De Silvestro eine Klasse für sich

Für die junge und starke Athletin der Militärsportgruppe Alba De Silvestro war es ein Rennen zum Einrahmen, nicht nur weil sie von Anfang an dominiert und den Sieg praktisch konkurrenzlos nachhause gebracht hat, sondern vor allem weil es der erste Italienmeistertitel der allgemeinen Klasse für sie ist, die bereits frischgebackene U23 Italienmeisterin ist. Die Athletin aus Padola im Comelico hat das Rennen in 1h45'21'' beendet und die direkte Gegnerin Katia Tomatis aus dem Piemont um fast vier Minuten abgehängt. Dritte wurde die Schwester der neuen Italienmeisterin, Martina De Silvestro, vor Corinna Ghirardi, Dimitra Theocharis und der Fassanerin Margit Zulian.


Antiga und Sartogo Masters-Italienmeister

Der Trentiner Athlet des Brenta Teams, Ivan Antiga, konnte sich in der Kategorie der vor 1972 Geborenen durchsetzen, indem er die 16,5 km lange Strecke mit 1700 m+ in 2h01'23'' zurücklegen konnte. Den Vater von Nationalathlet Michele Boscacci, Graziano Boscacci, konnte er um +2'32'', den starken Südtiroler Franz Pfattner um +3'48'' schlagen. Bei den Damen wurde die “ewige” Monica Sartogo (US Alto Moro) einmal mehr Masters-Italienmeisterin vor der Pustrerin Astrid Renzler und Ilaria Cavallari aus der Val Rendena als Dritte.


Südtirol Siege in den Jugendkategorien

Das SkialpRace Ahrntal wurde auch als Italiencup, Südtirol Cup und als internationales Rennen der ISMF-Serie gewertet, sodass auch Athleten aus dem Ausland am Start waren. Bei den männlichen Kadetten setzte sich der starke Österreicher Paul Verbnjak durch, bei den Juniorinnen war die Wipptalerin Vivien Senn die Beste, während bei den männlichen Junioren der Sieg an den Friulaner Ruben Del Negro ging.



Die Stimmen des Tages

Robert Antonioli (Sieger): “Heute war das Glück auf meiner Seite und hat mir den Sieg und den Italienmeistertitel beschert. Ich mag dieses Rennen hier ganz besonders, denn die technischen Abfahrten kommen mir immer wieder zugute. Ich konnte Boscacci in der Abfahrt überholen und ich bin deshalb sehr zufrieden”.

Manfred Reichegger (6. Platz): “Mit meinen 41 Jahren kann ich mit dem 6. Platz nur zufrieden sein. Ich habe auch bei der Streckenwahl mitgewirkt und kannte jeden Meter, was mir natürlich zugute gekommen ist.”

Alba De Silvestro (Siegerin): “Derzeit bin ich dabei, Italienmeistertitel zu sammeln, und ich hoffe, dass die Sammlung noch größer wird. Es ist mein erster Italienmeistertitel der allgemeinen Klasse und ich bin auch sehr glücklich, dass meine Schwester Martina mit mir auf dem Podest steht”.



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Autor: sportnews