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Bilder von der Coppa Italia.

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Bilder von der Coppa Italia.

Südtirols Skibergsteiger stehen vor dem Saisonfinale

An diesem Wochenende findet in Martell die 18. Ausgabe der Marmotta Trophy, der einzigen ISMF-Weltcup-Etappe der Skibergsteiger auf Südtiroler Boden, statt. Dort wird aber kein Südtiroler an den Start gehen.

Die einheimische Garde ist, mit Ausnahme des Grödner Individual-Athleten Alex Oberbacher, in erster Linie im Italienpokal und bei den verschiedenen Italienmeisterschaften im Jugendbereich im Einsatz. Dort hat heuer vor allem die junge Annalisa Pitscheider für Furore gesorgt.


Die 19-jährige Pitscheider kommt aus Abtei und ist seit einigen Jahren eine der Südtiroler Vorzeigeathletinnen im Skibergsteigen. Noch startet sie in den Jugend-Altersklassen, heuer in der U20, ab der kommenden Saison will sie sich aber auch in der allgemeinen Klasse bzw. der U23 behaupten. „Leider hinkt Südtirol im Vergleich zu den anderen italienischen Regionen etwas hinterher. Hier gibt es nur einen Verein, Badiasport ASD, für welchen auch ich starte. Während die anderen Regionen schon im Herbst mit dem Gletschertraining beginnen, starten wir erst Anfang Dezember unsere Saisonvorbereitung, weshalb wir insbesondere in den ersten Wettkämpfen einen Trainingsrückstand haben. Gegen Ende der Saison schaffen wir es aber doch, einige Topergebnisse einzufahren“, berichtet die Gadertalerin.

Insbesondere ihr selbst ist das heuer auch gelungen. So startete sie bei der ersten Coppa Italia am 13. Dezember in Madonna di Campiglio noch mit dem fünften Rang in der U20, ehe sie eine Woche später bei der Vertical-Italienmeisterschaft in Piancavallo Vierte wurde. Mit Jahresbeginn 2026 ging es aber steil bergauf: Bei der Sprint-Italienmeisterschaft in San Martino di Castrozza wurde Pitscheider Dritte. „Zum dritten Mal in Folge, das war für mich schon eine Genugtuung“, erzählt die Gadertalerin. Es folgten ein fünfter Platz bei der Coppa Italia in Macugnaga, sowie ein zweiter Platz im Individual der Coppa Italia in Valtartano.

Seit Beginn des Monats März reitet Pitscheider auf der Erfolgswelle. Am 1. März wurde die Badiasport-Athletin sensationelle Zweite im U20-Individual bei der Italienmeisterschaft in Alpago Transcavallo. Eine Woche später gewann sie bei der Coppa Italia in Lanzada Pizzo Scalino erstmals im Individual. Am vergangenen Wochenende folgte ein Prestige-Ergebnis beim Pierra Menta in den französischen Alpen, welches als das Königsrennen im Skibergsteigen zählt. Im Zweierteam mit Gaia Calcini wurde Pitscheider Zweite in der U20. „Der zweite Platz in der Italienmeisterschaft freut mich am meisten von dieser Saison, die bislang so gut lief, dass ich selbst überrascht bin. Aber auch der zweite Platz bei der Pierra Menta war schön, immerhin ist es DAS Rennen im Skibergsteigen“, blickt sie zurück.

An diesem Wochenende steigt für Pitscheider & Co. in Colere (Lombardei) das Saisonfinale. Bei der letzten Etappe im Italienpokal auf den Spiazzi di Gromo will Pitscheider ihre ausgezeichnete Form bestätigen und die Saison mit einem Topergebnis ausklingen lassen. Dann werden auch ihre sieben Teamkollegen mit dabei sein. Sofia Pitscheider, Annalena Tasser, Adam Piccolruaz, Leon Pitscheider und Daniel Pizzinini gehen in der U16 ins Rennen, Sofie Irsara und Maria Pescosta in der U18. Podestplätze gab es für sie alle in dieser Saison noch keine, Irsara konnte aber mit zwei fünften Plätzen in der Coppa Italia aufhorchen lassen. Mit Alex Wierer geht ein Toblacher Skibergsteiger für den Verein Valdobbiadene (Veneto) an den Start, er gehört in der U18 zu den aussichtsreichsten Südtirolern.

Schlagwörter: Skibergsteigen

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