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Am 12. März 2022 feierte Marc Hofer seinen größten Erfolg: Einen Weltcupsieg. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

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Am 12. März 2022 feierte Marc Hofer seinen größten Erfolg: Einen Weltcupsieg. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

„Besser aufhören“ – Knie zwingt Hofer zum Karriereende

Kurz stand er ganz oben, feierte seinen ersten und einzigen Weltcupsieg. Nun beendet der Passeirer Marc Hofer im Alter von 28 Jahren seine Karriere. Ganz verabschieden wird er sich vom Snowboard-Zirkus aber nicht.

Michael Andres

Von:
Michael Andres

Seit rund drei Jahren hat Hofer Probleme mit dem Knie. „Und es wird nicht besser“, erklärt er gegenüber SportNews. Auch im Sommertraining habe es immer wieder Komplikationen gegeben. „Die Ärzte meinten, es ist besser aufzuhören, sonst bekomme ich in einigen Jahren eine Knieprothese“, so Hofer. Den Ratschlag befolgte der 28-Jährige aus Saltaus in Passeier und zog einen Schlussstrich.


Seit er sieben Jahre alt war, stand er auf den Brettln, seit der Jugend betrieb er Leistungssport. „Vielleicht waren 17 Jahre Training genau für diesen einen Moment bestimmt – um für einen einzigen Tag der Beste der Welt zu sein und diesen Weltcup zu gewinnen“, schreibt Hofer in seinem emotionalen Abschiedspost auf Instagram.

Nach seinem Weltcupsieg wurde der Passeirer von den Teamkollegen gefeiert. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

Nach seinem Weltcupsieg wurde der Passeirer von den Teamkollegen gefeiert. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz


Mit diesem einen Moment meint er jenen 12. März 2022 in Piancavallo (Friaul-Julisch-Venetien), als er im Parallelslalom sensationell seinen ersten und einzigen Weltcupsieg feierte. Im Südtiroler Traumfinale setzte er sich damals gegen den Langtauferer Edwin Coratti durch. Es war gleichzeitig der einzige Podestplatz des Passeirers in einem Weltcuprennen. In derselben Saison holte er zudem zwei Siege im Europacup und gewann die Gesamtwertung.

Der unerfüllte Traum

Ein großer Traum blieb jedoch unerfüllt: Die Olympia-Teilnahme blieb ihm verwehrt. „Seit ich ein kleiner Junge war, habe ich davon geträumt, Olympiasieger zu werden. Manchmal bleiben diese Träume einfach für immer im Herzen. Ich habe absolut alles gegeben, auch wenn es am Ende nicht sein sollte.“
„Ich habe viel gelernt und bin sehr dankbar.“ Marc Hofer

Dennoch blickt Hofer dankbar auf seine Karriere zurück. „Es waren viele schöne Sachen dabei, aber auch einige, die daneben gingen“, resümiert er im Gespräch mit SportNews. Er habe viel gelernt und sei sehr dankbar für die Erfahrungen: „Deshalb blicke ich positiv zurück.“ Ein besonderer Dank gehe an seine Familie, die Sponsoren und die Sportgruppe der Carabinieri.

Ganz aus dem Snowboard-Sport verschwindet Hofer aber nicht. Künftig wird er als Trainer im Snowboardbereich arbeiten – bei der deutschen Nationalmannschaft.

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