P Snowboard

Daniele Bagozza zählt zu den zahlreichen Fahrern, deren Material verschwunden ist.

Carezza: Die Athleten sind da, aber wo sind ihre Snowboards?

Die Piste ist präpariert, das Wetter gut und alle Vorkehrungen sind getroffen. Doch anstatt Vorfreude auf die Weltcuprennen am Donnerstag herrscht am Karerpass großes Rätselraten. Sämtliches Material der weltbesten Snowboarder ist verschwunden.

„Es ist unglaublich. Wir gehen davon aus, dass 80 Prozent der Athleten ohne 'Brettlen' hier in Carezza ist“, sagt der Grödner Weltcupfahrer Daniele Bagozza. Er ist ebenso vom Materialproblem betroffen, wie Italiens gesamtes Nationalteam sowie unzählige Fahrer anderer Top-Nationen.


Doch wo sind die Snowboards? Andreas Obkircher, als OK-Chef hauptverantwortlich für die Rennen im Eggental, versucht auf Anfrage von SportNews, Licht ins Dunkel zu bringen: „Laut aktuellsten Informationen müsste das gesamte Material am Flughafen in München gestrandet sein.“ Bis am Mittwoch müssen die Snowboards jedenfalls in Carezza eintreffen, ansonsten droht sogar ein Rennausfall am Folgetag. „Wir gehen davon aus, dass alles rechtzeitig ankommt. An eine Absage wollen wir nicht denken.“

„An eine Absage wollen wir nicht denken.“ Andreas Obkircher, OK-Chef Carezza

Wo genau das Material, darunter neben Snowboards auch Schutzkleidung, Rennanzüge und Helme, verloren gegangen ist, ist noch unklar. Der Weltcuptross ist von Magnitogorsk, wo am Wochenende die Saison eröffnet wurde, über Moskau und München nach Südtirol gereist. „Als wir in Magnitogorsk bereits im Flieger saßen, war unser Gepäck noch am Rollfeld“, erinnert sich Bagozza. Allein Italiens Nationalteam reiste mit 40 Koffern Gepäck von Russland gen Westen, davon konnte nur ein einziger Koffer am Münchner Flughafen in Empfang genommen werden.

Die Azzurri haben allerdings noch Glück im Unglück: Während viele Athleten anderer Nationen seit ihrer Ankunft in Südtirol im Hotel verharren, konnten Roland Fischnaller, Aaron March und Co. zuhause alte Boards und Ausrüstungen holen und somit bereits am Dienstagmorgen am Paulina-Lift erste Trainingsfahrten absolvieren. Läuft alles nach Plan, übersiedeln sie am Mittwoch auf die Pra-di-Tori-Piste am gegenüberliegenden Hang – dann mitsamt der internationalen Konkurrenz und den sehnlichst vermissten Weltcup-Brettern.

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