
Daniele Bagozza legt den Fokus schon auf die kommende Saison. © ANSA / GIAN EHRENZELLER
Daniele Bagozza freut sich schon auf die Comeback-Saison
Der abgelaufene Winter ist für Daniele Bagozza nicht so verlaufen, wie sich der Grödner Snowboardprofi das vorgestellt hat. In den kommenden Wochen und Monaten will der 30-Jährige die Weichen stellen, um in der Saison 2026/27 wieder regelmäßig im Weltcup und bei der WM im Montafon vorne mitzufahren.
20. April 2026
Von: pm
Ein siebter Platz beim Weltcup im schweizerischen Scuol im Jänner 2026 und insgesamt acht Top-Ten-Ergebnisse im Laufe der gesamten Saison sind die „magere“ Ausbeute von Daniele Bagozza. Resultate, mit denen der 30-jährige Grödner nach verpasster Olympia-Qualifikation absolut nicht zufrieden ist. Kein Wunder. Allein im Kalenderjahr 2024 und somit vor nicht allzu langer Zeit hat Daniele Bagozza saisonübergreifend sieben Weltcup-Podien eingeheimst, fünf Rennen davon sogar gewonnen.
Doch Daniele Bagozza weiß genau, woran das schwache Abschneiden gelegen ist. „Mein Sprunggelenk ist stark lädiert. Wenn die Piste perfekt gehalten hat, wie zum Beispiel in der Qualifikation, dann konnte ich mithalten. Die Zeiten waren dann auch sehr ansprechend. Kaum hatte es Schläge, wie es in den K.O.-Läufen oft der Fall ist, dann konnte ich das nicht mehr ausgleichen und das Sprunggelenk meldete sich. Irgendwann hat sich das dann auch mental niedergeschlagen und ich hatte auch mit mir selbst ziemlich zu kämpfen“, sagt der Grödner Snowboarder, der für die Polizei-Sportgruppe an den Start geht.
Neues Material und mentale Stärke
Deshalb wird es in den nächsten Wochen bei Daniele Bagozza einige Änderungen geben. Bereits kommende Woche wird er sich in der Mailänder Klinik „La Madonnina“ einem Eingriff am lädierten Sprunggelenk unterziehen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich danach endlich schmerzfrei fahren kann. Das ist auch die Basis, um sportliche Höchstleistungen zu erzielen“, betont der Weltcup-Gesamtdritte des Winters 2024/25.Aber auch beim Material wird Bagozza neue Wege gehen. „Ich habe neue Brettln getestet, mit einem anderen Setup, die ich leichter um das Tor bringe. Diese werden künftig in der K.O.-Phase zum Einsatz kommen, wenn die Piste schon ein wenig gezeichnet ist. Auch im mentalen Bereich arbeite ich an mir. Für mich ist der Winter 2026/27 ganz klar eine Comeback-Saison, in der ich voll angreifen möchte“, erklärt der Ladiner.
Doch davor geht es für den Snowboard-Profi nach dem kraftraubenden Winter für ein paar Tage in den Urlaub. Gemeinsam mit seiner Freundin Marta wird er in Venedig ausspannen. Ehe der Schalter umgelegt wird – mit Fokus auf das neue Sportjahr.
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