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Benjamin Karl konnte seine Emotionen nicht mehr zurückhalten. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

„Danke, Mama“: Tränen bei Österreichs Snowboard-Hero

Dieser Auftritt geht unter die Haut: Der frischgebackene österreichische Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl wurde im Siegerinterview von seinen Emotionen übermannt.

Von:
Thomas Debelyak

Während der Südtiroler Roland Fischnaller am Dienstag den wohl bittersten Tag seiner Karriere erlebte und mit Platz 4 die erste Olympia-Medaille hauchdünn verpasste, ist sein österreichischer Konkurrent Benjamin Karl am Ziel aller Träume angelangt. Der 36-Jährige kürte sich erstmals zum Olympiasieger – und konnte im Ziel seine Tränen nicht mehr zurückhalten.


„Danke Mama, danke meiner Familie und meinen Partnern. Es ist ein Lebensprojekt – einen Tag in vier Jahren dafür zur Chance zu haben – geil!“, sagte Karl im Interview mit dem ORF. Seine Stimme war brüchig, die Tränen flossen in Strömen. „Ich bin keiner, der jeden Tag weint. Aber es ist schön, wenn man mal weinen kann. Es ist ein Lebensprojekt. Das habe ich mir als Zehnjähriger auf den Zettel geschrieben.“

„I lieb so Heldenstories.“ Benjamin Karl

Kurios: Karl hat nur zwei Tage vor den Olympischen Spielen sein Snowboard gewechselt. Zwar wollte er es noch auf der Reiteralm testen, doch das ist sich nicht mehr ausgegangen. Warum er sich für diesen Schritt entschieden hat? „I lieb so Heldenstories. Ich bin auch so ein Marvel-Fan. Ich habe solche Entscheidungen immer aus dem Herzen getroffen. Wenn es sich richtig anfühlt. Wann, wenn nicht jetzt.“

Mit seinem Triumph hat sich Benjamin Karl in den Geschichtsbüchern verewigt. Zwei Olympia-Medaillen hatte er schon in seinem Trophäenschrank, eine Goldene fehlte ihm aber noch. Mental durchlebte der Österreicher in den vergangenen Monaten eine schwierige Zeit: Anfang Juli 2021 war er in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen.

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