
Mark McMorris hat sich seinen Traum nicht erfüllen können. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER
Das McMorris-Märchen bleibt aus
Im Slopestyle-Finale der Snowboarder bei den Olympischen Spielen waren alle Augen auf Mark McMorris gerichtet. Das kanadische Märchen blieb aber aus.
18. Februar 2026
Von: nie
Dass Mark McMorris in diesem Finale stand, grenzte fast an ein Wunder. Kurz vor dem Olympia-Start war der Kanadier heftig gestürzt, zeitweise sogar ohne Bewusstsein. Den Big-Air-Wettkampf ließ er aus, doch im Slopestyle wollte er – trotz der Blessuren – noch einmal angreifen. Es war der Versuch, eine ohnehin außergewöhnliche Karriere mit dem einen Titel zu krönen, der ihm noch fehlte: Olympia-Gold.
Am Ende blieb es bei diesem unerfüllten Traum. Der 32-Jährige, der bei den X-Games Titel in Serie gesammelt hat und im Slopestyle bereits dreimal olympisches Bronze gewonnen hatte, spielte im Finale keine Hauptrolle. In einem Wettbewerb, der sportlich überschaubar blieb, reichte es nur zu Rang acht. Der Abstand zu den Medaillen war deutlich spürbar – knapp vier Punkte fehlten zu Bronze, fast sieben zu Gold. McMorris nahm es gefasst: „Ich habe alles versucht“, sagte er anschließend. „In meiner Karriere ist so vieles aufgegangen. Dieses Mal eben nicht.“
Chinese erobert Goldmedaille
Ganz oben stand stattdessen Su Yiming. Der erst 21 Jahre alte Chinese setzte sich in einem engen Dreikampf mit 82,41 Punkten durch. Taiga Hasegawa aus Japan lag nur hauchdünn dahinter, Jake Canter aus den USA komplettierte das Podium. Su, der einst als Kinderschauspieler bekannt wurde, hatte bereits im Big Air Edelmetall geholt – und zeigte nun im Slopestyle eine Leistung, die China bei den Winterspielen von Mailand und Cortina den historischen Premierensieg in dieser Disziplin bescherte.Profil bearbeiten
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