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Andreas Prommegger hat sein Karriereende angekündigt. © ANSA / ZURAB KURTSIKIDZE

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Andreas Prommegger hat sein Karriereende angekündigt. © ANSA / ZURAB KURTSIKIDZE

„Definitiv meine letzte Saison“: Viel Brisanz beim ÖSV

Für Andreas Prommegger geht eine außergewöhnliche Karriere langsam zu Ende. Nach 30 Jahren im Profisport wird der Salzburger seine Laufbahn nach der kommenden Saison beenden. Allgemein herrscht im Parallel-Snowboard-Team des ÖSV viel Brisanz.

„Das wird definitiv meine letzte Saison“, bestätigte der 45-Jährige gegenüber den Salzburger Nachrichten. Von einem gemütlichen Abschied will Prommegger allerdings nichts wissen: „Ich glaube schon, dass ich wieder um Siege und Stockerlplätze mitfahren werde.“ Sein großes Ziel ist die Heim-Weltmeisterschaft im Montafon im März 2027, bei der er noch einmal um Spitzenplätze kämpfen möchte.


Während Prommegger seinen Abschied vorbereitet, erlebt das österreichische Snowboard-Team gleichzeitig eine überraschende Rückkehr: Benjamin Karl hat seinen Rücktritt vom Rücktritt erklärt. Der zweifache Olympiasieger wollte nach seinem Olympia-Gold eigentlich seine Snowboardkarriere beenden und sich stärker dem Radsport widmen. Doch im Sommer änderte sich seine Sichtweise. „Dazu hat sich das Gefühl extrem verstärkt, dass ich ganz einfach ein Snowboarder bin, der gerne Rad fährt“, erklärte Karl bei seiner Comeback-Ankündigung.

„Team-Chemie in Gefahr“

Für zusätzliche Brisanz sorgt, dass Karls Entscheidung nicht bei allen Teamkollegen auf Begeisterung stieß. Prommegger und Alexander Payer hatten sich kritisch über die Rückkehr geäußert. „Ich habe schwere Bedenken, die Teamchemie ist in Gefahr“, so Payer. Prommegger meinte zum Thema Karl: „Ich schätze seine Leistungen. Wir haben uns sportlich gegenseitig viel zu verdanken. Aber abseits davon passen seine Werte nicht mit meinen überein.“

Die Rolle von Benjamin Karl wird im Snowboard-Team kritisch gesehen. © APA / HELMUT FOHRINGER

Die Rolle von Benjamin Karl wird im Snowboard-Team kritisch gesehen. © APA / HELMUT FOHRINGER


Karl nahm die Aussagen gelassen. „Dass die beiden nicht meine größten Fans sind, habe ich vorher auch gewusst“, sagte er zur Kleinen Zeitung. Nun stehen die beiden Routiniers trotz ihrer unterschiedlichen Ausgangslage gemeinsam vor einer weiteren Saison bzw. einer Heim-WM.

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