P Snowboard

Maurizio Bormolini strahlt als Sieger vom Podest, links Alexander Payer (2.), rechts Stefan Baumeister (3.). © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

Der Schattenmann kurvt ins Rampenlicht

Für die erfolgsverwöhnten Südtiroler Snowboarder gab es am Dienstagabend beim Parallelslalom in Bad Gastein keinen Podestplatz. Dafür fuhr ein Azzurro in den Mittelpunkt, der sonst eigentlich immer im Schatten steht.

Wenn es für die Azzurri beim Parallel-Snowboard Erfolge gibt, dann zeichnen sich dafür fast immer die Südtiroler verantwortlich. Roland Fischnaller, Aaron March, Edwin Coratti oder auch Daniele Bagozza zählen zu jenen Athleten, bei denen ein Stockerl-Platz oder ein Sieg keine Überraschung sind. Bei Maurizio Bormolini ist das etwas anders. Der 28-Jährige aus Livigno ist seit 2011 im Weltcup mit dabei und schaffte es auch in vier Einzelrennen aufs Podest (je zwei Mal Zweiter und Dritter), doch irgendwie stand er immer im Schatten seiner erfolgreichen Teamkollegen. Am Dienstag ist er nun selbst ins Rampenlicht gefahren.


Bormolini ließ im Parallelslalom in Bad Gastein alle hinter sich und feierte den ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Ausgerechnet in Bad Gastein, einem Ort, der für den Snowboarder Fluch und Segen zugleich ist. Hier heimste er in den letzten Jahren drei seiner vier Podestplätze ein, hier riss er sich aber auch schon das Kreuzband und erlebte so die düsterste Stunde seiner Karriere.

Bormolini war nicht zu schlagen. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz


„Endlich! Auf diesen Sieg habe ich schon lange gewartet“, war Bormolini nach dem Rennen im österreichischen Kurort überglücklich. Dass es für den Azzurro zum großen Coup reichen könnte, deutete sich schon in der Qualifikation an, in der er die Bestzeit aufstellte. Danach fuhr er das Ding in der K.o.-Runde souverän nach Hause.

March stark, Fisch früh raus

Für die Südtiroler verlief das Rennen mit gemischten Gefühlen. Aaron March unterstrich einmal mehr seine starke Form und klassierte sich im Endranking an fünfter Position. Auch für Marc Hofer gab es ein Erfolgserlebnis, er fuhr als Zehnter sein bestes Saisonergebnis ein. Edwin Coratti landete unterdessen auf dem 12. Rang, Gabriel Messner wurde 16., während es für Südtirols aktuell besten Snowboarder eine Enttäuschung gab: Roland Fischnaller schied, genauso wie Daniele Bagozza, bereits in der Qualifikation aus.

Bei den Damen triumphierte die Österreicherin Daniela Ulbing, die sich im Finale gegen Claudia Riegler durchsetzte. Südtirolerin war keine am Start.

Parallel-Slalom in Bad Gastein

Männer

Pos.NameLand
1.Maurizio BormoliniITA
2.Alexander PayerAUT
3.Stefan BaumeisterGER
4.Fabian ObmannAUT
5.Aaron MarchITA/Völs
10.Marc HoferITA/St. Martin in Passeier
12.Edwin CorattiITA/Langtaufers
16.Gabriel MessnerITA/Villnöß
18.Daniele BagozzaITA/St. Ulrich
Roland FischnallerITA/Villnöß

Damen

Pos.NameLand
1.Daniela UlbingAUT
2.Claudia RieglerAUT
3.Ladina JennySUI
4.Jessica KeiserSUI
5.Ramona HofmeisterGER

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