
Schwer enttäuscht: Roland Fischnaller © ANSA / PETER KLAUNZER
„Eine Bestie, die ich einfach nicht bezwingen kann“
Die Enttäuschung war riesig. Olympia bleibt für Snowboard-König Roland Fischnaller ein rotes Tuch. „Olympia ist wie eine Bestie, die ich einfach nicht bezwingen kann“, meinte der 45-Jährige nach seinem Aus im Viertelfinale.
08. Februar 2026
Aus Livigno

Von:
Alex Raffeiner
„In der Qualifikation bin ich stark gefahren, aber unser Rennen endet nicht da, es geht weiter“, sagte der Weltmeister mit enttäuschter Miene. Der Traum von der Olympia-Medaille war endgültig ausgeträumt. „Es tut mir leid für mich, es tut mir leid für meine Familie“, sagte Fischnaller. „Olympia liegt mir einfach nicht. Ich habe es so oft versucht, aber es soll wohl nicht sein“, meinte der Villnösser, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war.
„Enttäuscht ja, aber nicht wütend“, stellte Fischnaller klar. „Es ist schon schwer für mich. Aber ich habe solche Situationen schon ganz oft erlebt. Am Ende ist es dann doch nur ein Spiel“, meinte der 45-Jährige, der mit seinen siebten Olympischen Spielen auch ohne Medaille Südtiroler Sportgeschichte geschrieben hat. Fischnaller wollte deshalb auch danken. „Man muss Livigno ein großes Kompliment aussprechen. Wir hatten hier eine spektakuläre Piste, die schönste von allen.“
Auch March geht leer aus
Aaron March haderte mit dem Hundertstelpech. „Es ist wirklich sehr schade“, sagte der 39-jährige Wahl-Völser. „Ich bin im Achtelfinale nicht schlechter als in der Quali gefahren, es war äußerst knapp. Vielleicht hätte ich den roten Kurs wählen sollen. Im Flachstück war der rote Lauf schneller“, meinte March, der aber auch seinem Gegner Respekt zollte. „Wir waren beide am Limit. Mastnak ist stark, der weiß schon auch, wie man Snowboard fährt. Schade, dass er in der Quali nicht schneller gefahren ist. Dann hätte ich ihn nicht gleich als Gegner bekommen“, sagte der Südtiroler mit einem Schmunzeln.Aaron March blieb eine Medaille verwehrt. © ANSA / ALEX PLAVEVSKI
„Die Top 16 sind alle gut. In den Finalläufen legen sie alle eine Schippe drauf. Auf dieser Piste und bei diesem Schnee zählt dann jeder Schwung“, erklärte March, der nächstes Jahr fix noch weiter macht.
Auch Jasmin Coratti musste sich im Achtelfinale um nur sechs Hundertstel geschlagen geben. Sie verlor das Duell mit der Teamkollegin Lucia Dalmasso, die später Bronze holte. „Ich habe es in der Quali verhaut“, ärgerte sie sich über Rang 13. „Es wäre für mich so viel drin gewesen. Das ist alles sehr enttäuschend“, sagte Coratti.
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