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Jubel bei Aaron March: Der Schabser raste auf Platz 2 – und wurde nachträglich zum Sieger gekürt. © APA / EXPA/LUKAS HUTER

Kurioser Sieg: March rast auf Platz 2 – und gewinnt trotzdem

Im ersten Weltcup-Rennen des Jahres 2021 hatten die heimischen Snowboarder in Scuol (Schweiz) noch eine denkwürdige Schmach kassiert. Dafür war die Reaktion beeindruckend – vor allem von einem Südtiroler Brettlfahrer.

Aaron March hat am Dienstagabend eine Sternstunde erlebt: Der Schabser Snowboarder gewann erstmals seit fast 11 Jahren wieder ein Weltcup-Rennen. Der Parallel-Slalom von Bad Gastein wird dem 34-Jährigen aber nicht nur deshalb in Erinnerung bleiben: Das Finale gegen Weltmeister Dmitry Loginov verlief nämlich äußerst kurios.


Denn es war der Russe, der die Ziellinie im finalen Duell als erster überquerte und sich als Sieger feiern ließ. March lag mit 0,24 Sekunden Rückstand auf dem zweiten Platz. Doch wenige Minuten vor der Prämierung kam die unerwartete Botschaft: Loginov wurde von der Renn-Jury wegen eines Einfädlers nachträglich disqualifiziert – und der Sieger hieß plötzlich Aaron March.

Das Podest: March in der Mitte, links Dmitry Loginov (2.) und rechts Andreas Prommegger (3.). © APA / EXPA/LUKAS HUTER


Es war dies der zweite Weltcup-Sieg von March in seiner Karriere. Der letzte Triumph ist schon etwas her: Im März 2010 gelang dem Schabser in Moskau sein bislang einziger Sieg, nun kommt jener von Bad Gastein dazu. Insgesamt stehen dem 34-jährigen Routinier nun 14 Podestplätze zu Buche: Neben den beiden Siegen heimste er auch 7 zweite Plätze sowie 5 dritte Ränge ein.
Quali lief nicht nach Wunsch, aber dann...
Dabei war die Qualifikation für March nicht nach Wunsch verlaufen: Mit der 15. Zeit qualifizierte er sich nur mit Ach und Krach für die K.o.-Phase der besten 16, in der er dafür auftrumpfte und auch das Hundertstelglück auf seiner Seite hatte. Im Achtelfinale war er 0,06 Sekunden schneller als Dmitriy Karlagachev (Russland), im Viertelfinale gar nur 0,01 Sekunden als Alexander Payer (Österreich). Im Halbfinale schlug March den Österreicher Andreas Prommegger um 0,14 Sekunden und zog ins Finale ein, wo die kuriose Sieges-Geschichte ihren Lauf nahm.

Neben March zeigte auch Daniele Bagozza aus Gröden einen guten Auftritt: Er schied erst im Viertelfinale aus und belegt im End-Ranking den achten Platz. Für die weiteren Südtiroler war es ein Tag zum Vergessen: Roland Fischnaller scheiterte genauso wie Edwin Coratti bereits in der Qualifikation. Bei den Damen blieb Nadya Ochner ebenfalls in der Quali hängen.

Snowboard-Weltcup in Bad Gastein (AUT)

Herren
Pos.NameLand
1.Aaron MarchITA/Schabs
2.Dmitry LoginovRUS
3.Andreas PrommeggerAUT
4.Igor SluevRUS
5.Andrey SobolevRUS
8.Daniele BagozzaITA/St. Ulrich
11.Mirko FelicettiITA
20.Maurizio BormoliniITA
26.Roland FischnallerITA/Villnöß
31.Edwin CorattiITA/Langtaufers

Damen
Pos.NameLand
1.Sofia NadyrshinaRUS
2.Cheyenne LochGER
3.Selina JörgGER
4.Julie ZoggSUI
5.Anastasia KurochkinaRUS
22.Nadya OchnerITA/Burgstall

Autor: det

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