P Snowboard

Roland Fischnaller fuhr aufs Podest. © FIS

Fischnaller zwischen Frust und Freude

Eine imposante Serie von Roland Fischnaller ist am Samstagabend in Cortina d’Ampezzo zwar gerissen, nichtsdestotrotz hatte der Villnößer beim Parallel-Riesentorlauf – genauso wie Nadya Ochner in der Damen-Konkurrenz – Grund zur Freude.

Zwar liegt Cortina d’Ampezzo bekanntermaßen nicht in Südtirol, dennoch fühlt sich der 41-Jährige am Fuße der Tofane wie zu Hause. Bei sieben Weltcup-Rennen hatte der Ausnahmeathlet bisher immer das Finale erreicht – vier Mal stand er sogar ganz oben. Im Parallel-Riesentorlauf wurde Fischnaller überhaupt erst einmal bezwungen. Die letzten drei Ausgaben in Cortina entschied er allesamt für sich. Und so war er auch Samstag der ganz große Favorit. Zwar blieb ihm der 20. Weltcupsieg seiner Laufbahn verwehrt, der dritte Rang ließ einen verpatzten Saisonstart aber vergessen. Auch Nadya Ochner zeigte sich deutlich verbessert – sie wurde nach einem Herzschlagfinale starke Vierte.


Die Ränge 22, 7 und 11 zum Saisonauftakt wurden den Ansprüchen des Altmeisters nicht gerecht, sind jedoch auf eine hartnäckige Sehnenverletzung zurückzuführen. Offensichtlich hatte er diese am Samstag unter Kontrolle, denn ab der Qualifikation machte Fischnaller seiner Konkurrenz klar, wer Herr im Haus ist. Er stellte die Bestzeit auf und konnte somit in den Finalläufen am Abend stets den Kurs wählen.

Ein Fehler kommt teuer zu stehen
Im Achtelfinale gegen Zan Kosir (Slowenien) entschloss er sich für den vermeintlich schnelleren roten Kurs, geriet allerdings in Rückstand und machte diesen erst im flachen Schlussteil wett. Deshalb änderte er im Viertelfinale seine Taktik und wich auf den blauen Kurs aus. Gegen Radoslav Yankov aus Bulgarien war das von Erfolg gekrönt, sodass er im Duell mit dem Schweizer Dario Caviezel erneut Blau wählte.

Mitte des Laufes unterlief dem Favoriten dann aber ein folgenschwerer Fehler, der ihm das Finale kostete. Zwar holte Fischnaller den großen Rückstand beinahe noch auf, letzten Endes gaben jedoch zwei Hundertstelsekunden den Ausschlag zugunsten des Schweizers. Immerhin schnappte sich der Südtiroler im darauffolgenden kleinen Finale den dritten Rang. Über den Sieg freute sich Caviezel, Zweiter wurde der Südkoreaner Sangho Lee. Daniele Bagozza belegte den guten fünften Rang, während Edwin Coratti, Gabriel Messner und Aaron March die Quali-Hürde nicht übersprangen.
Im Hundertstelpech
Ochner hatte sogar noch größeres Pech als Fischnaller: Im Duell um den dritten Platz gegen Ladina Jenny (Schweiz) fuhr die Athletin aus Burgstall einen furiosen Schlussabschnitt, schaffte es wegen einer mickrigen Hundertstelsekunde jedoch nichts aufs Podest. Zuvor war die 28-Jährige im Halbfinale an Ester Ledecka gescheitert, nachdem sie im Viertelfinale die Carezza-Gewinnerin Daniela Ulbing aus Österreich ausgeschaltet hatte. Ledecka sicherte sich auf überlegene Art und Weise vor der Russin Sophia Nadyrshina den Sieg.

Das Herren-Ergebnis:
Pos.NameLand
1.Dario CaviezelSchweiz
2.Sangho LeeSüdkorea
3.Roland FischnallerSt. Peter in Villnöß
4.Tim MastnakSlowenien
5.Daniele BagozzaSt. Ulrich
6.Mirko FelicettiItalien
19.Edwin CorattiLangtaufers
27.Gabriel MessnerPizack in Villnöß
28.Aaron MarchVöls



Das Damen-Ergebnis:
Pos.NameLand
1.Ester LedeckaTschechien
2.Sophia NadyrshinaRussland
3.Ladina JennySchweiz
4.Nadya OchnerBurgstall
5.Daniela UlbingÖsterreich
6.Sabine SchöffmannÖsterreich

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH