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Meinhard Erlacher hört auf Sein erstes Weltcuprennen bestritt der Gadertaler am 17. Januar 2001 am Kronplatz In Sotschi war er zum dritten Mal bei Olympischen Winterspielen am Start Aaron March und Meinhard Erlacher

Meinhard Erlacher hört auf: „An der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen“

Am 17. Januar 2001 bestritt Meinhard Erlacher sein erstes Weltcuprennen. Nun, 13 Jahre nach seinem Debüt in der höchsten internationalen Rennserie, schließt sich für den 31-jährigen Raceboarder aus dem Gadertal der Kreis. Und zwar nach 119 Weltcup-Starts, sechs Weltmeisterschaften und drei Teilnahmen an Olympischen Winterspielen.

15 Jahre – so alt war Meinhard Erlacher, als er sich zum ersten Mal ein „Brettl“ unter die Füße geschnallt hat. „Mit fünf Jahren habe ich mit dem Skifahren begonnen. Dann hat mich allerdings mein Nachbar, der damals Trainer war, zum Snowboarden gebracht. Auf seinen Vorschlag hin habe ich es ausprobiert und mir hat es auf Anhieb gut gefallen“, blickt der Enneberger auf den Tag zurück, an dem alles begann.

Sein erstes Weltcuprennen bestritt der sechsfache Italienmeister im Jahr 2001 auf seinem Hausberg, dem Kronplatz. Seither war er in der höchsten internationalen Rennserie bei sage und schreibe 119 Wettkämpfen am Start. Nun, 13 Jahre später, hat Erlacher beschlossen, seine Karriere als Aktiver zu beenden. „Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich habe seit nunmehr fünf Jahren mit Rückenproblemen zu kämpfen und ich glaube, nach einer so langen Zeit im internationalen Wettkampfsport ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen“, begründet der heimische Snowboarder seinen Entschluss, den er laut eigener Aussage bereits bei den Olympischen Spielen in Russland gefasst hat: „Die Entscheidung Aufzuhören, habe ich nach dem Riesentorlauf in Sotschi getroffen. Nur mehr ein Top-Ergebnis bei Olympia hätte mich zum Weitermachen motivieren können.“

Das Snowboard wolle er aber, trotz des Karriereendes, noch nicht in die Ecke stellen: „Ich werde mit Sicherheit noch an dem ein oder anderen Rennen hierzulande teilnehmen. Außerdem könnte ich es mir gut vorstellen, als Trainer zu arbeiten. Genaueres muss aber erst noch abgeklärt werden“, verrät Meinhard Erlacher.


Zweimal am Weltcup-Podest

Sechs Mal nahm der Gadertaler, der am 15. Juli seinen 32. Geburtstag feiert, in seiner Karriere an Weltmeisterschaften teil. Bei Olympischen Spielen war er hingegen dreimal am Start, nämlich 2006 in Turin, vier Jahre später in Vancouver und heuer in Sotschi. „Die drei Olympia-Teilnahmen gehören sicherlich zu den bewegendsten Augenblicke meiner Karriere. Der schönste Moment war allerdings, als ich in Korea (am 25. Februar 2005, Platz drei a.d.R.) zum ersten Mal am Weltcup-Podest stand“, so Erlacher, der vier Jahre später beim Weltcup in Kreischberg erneut aufs dritthöchste Podesttreppchen kletterte. Neben den sportlichen Erfolgen, habe er außerdem die Zeit mit seinen Mannschaftskollegen und Trainern immer sehr genossen.

In seiner Laufbahn hat der Südtiroler auch zahlreiche Rennen im Europacup bestritten, wo er es in dieser Saison, nämlich am 21. Dezember 2013 in Schönberg, noch einmal aufs Podium schaffte. Außerdem gewann er bei der Junioren-WM im finnischen Rovaniemi im Jahr 2002 die Bronze-Medaille im Parallel-Riesentorlauf.


Snowboarder geben Nationalmannschaft bekannt

In Hinblick auf kommende Saison hat der italienische Wintersportverband (FISI) vor kurzem die Kader der Snowboardteams für die Weltcupsaison 2014/15 bekannt gegeben. In der A-Mannschaft (Parallel) stehen im kommenden Jahr fünf Südtiroler: Neben den bestätigten Roland Fischnaller und Aaron March, wurden auch Edwin Coratti, Christoph Mick und Nadya Ochner aufgenommen. Hannes Hofer und Andrea Christine Tribus wurden unterdessen, wie bereits im Vorjahr, in die zweite Mannschaft eingegliedert. Neu im B-Team sind hingegen die Villnößerin Elisa Profanter, der Schludernser Jonas Kofler, sowie die beiden Grödner Luca Tresoldi und Daniele Bagozza.


Erich Pramsohler nicht mehr Cheftrainer bei den alpinen Snowboardern

Veränderungen hat es auch im Trainerstab gegeben. Eine wesentliche betrifft einen Südtiroler: Erich Pramsohler wird im kommenden Jahr nicht mehr für das Parallel-Team zuständig sein. Im Raum steht allerdings ein Engagement als Privatcoach von Fischnaller und March. Seine Aufgabe im Nationalteam übernimmt Andrea Matteoli. Gert Ausserdorfer hat hingegen das Amt des Jugendkoordinators der Parallel-Diszplinen inne.


Perathoner und Visintin bestätigt

Bei den Snowboardcrossern wurden, wie erwartet, der Lajener Emanuel Perathoner und der Algunder Omar Visintin in der Weltcupmannschaft bestätigt, ebenso wie deren Teamkollegen Fabio Cordi, Michele Godino, Tommaso Leoni, Luca Mateotti, Raffaella Brutto und Michela Moioli. Neu im A-Team der Boardercrosser sind hingegen Lorenzo Sommariva und Sofia Belingheri.


Autor: sportnews

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