P Snowboard

Michela Moioli ging leer aus und war bitter enttäuscht. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Moioli verpasst das Doppel-Gold

Italiens Fahnenträgerin Michela Moioli hat am Mittwoch bei den Winterspielen in Peking die zweite olympische Goldmedaille ihrer Karriere deutlich verpasst.

Die 26-Jährige, die anstelle von Sofia Goggia die italienische Fahne bei der Eröffnungsfeier geschwenkt hatte, musste sich in Zhangjiakou bereits im Halbfinale geschlagen geben. Die Grand Dame des Snowboardcross Lindsey Jacobellis (USA) profitierte davon und gewann die ersehnte, erste Goldmedaille ihrer imposanten Karriere. Dahinter schnappte sich die Französin Chloe Trespuech Silber, Meryeta Odine aus Kanada holte überraschend die Bronzene.


Moioli war mit einem klaren Ziel ins Rennen gegangen: Sie wollte Gold – und damit ihren Titel von Pyeongchang 2018 erfolgreich verteidigen. Mit der Bestzeit in der Qualifikation, die ebenfalls am Mittwoch über die Bühne ging, untermauerte die Athletin aus Bergamo ihre Ambitionen. Ihre wohl größte Widersacherin Charlotte Banks klassierte sich gleich dahinter. Der in dieser Saison immer wiederkehrende Zweikampf deutete sich an. Doch es kam anders: Die dreifache Saisonsiegerin Banks erwischte keinen guten Start, wurde danach von ihren Konkurrentinnen unter Druck gesetzt und schied im Viertelfinale völlig überraschend aus. Der Moioli-Weg zu Gold schien nun frei – mit Betonung auf schien.

Ein verkorkster Tag
Im Halbfinale landete die 26-Jährige bei einer Landung im flachen, daraufhin verlor sie viel Tempo, wodurch Trespuech an sie vorbeizog. Zwar versuchte sie auf den letzten Metern noch alles, die große Goldfavoritin konnte jedoch nichts mehr ausrichten. Im darauffolgenden kleinen Finale kam sie zu allem Überfluss auch noch zu Sturz. Die nächste Medaillenchance bietet sich im Mixed-Wettbewerb. Mit welchem Partner sie dort an den Start geht, ist noch ungewiss.

Die neue Olympiasiegerin: Lindsey Jacobellis © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Im Finale krönte Lindsey Jacobellis unterdessen ihre glorreiche Karriere. Die 36-Jährige hat sechs WM-Goldmedaillen, 31 Weltcupsiege und zwei Mal den Gesamtweltcup gewonnen. Die fehlende Olympia-Goldene gesellt sich nun zu diesen Trophäen hinzu.

Das Ergebnis:
Pos.NameLand
1.Linsdey JacobellisUSA
2.Chloe TrespuechFrankreich
3.Meryeta OdineKanada
4.Belle BrockhoffAustralien
5.Julia Pereira De Sousa MabileauFrankreich
6.Tess CritchlowKanada
7.Stacy GaskillUSA
8.Michela MoioliItalien

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