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2018 feierte Nadya Ochner in Carezza ihren ersten Weltcupsieg. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

Nadya Ochner: „Dann schlüpfen eben die Helfer in die Fan-Rolle“

Der Snowboard-Weltcup steht in den Startlöchern. Nach dem Auftakt in Cortina am Samstag, 12. Dezember übersiedelt der Tross danach auf den Karerpass. Auf der Pra-Di-Tori-Piste in Carezza findet am Donnerstag, 17. Dezember ein Parallel-Riesentorlauf statt, auf den sich vor allem die heimischen Snowboarder schon extrem freuen. Kein Wunder, stehen den „Azzurri“ hier drei Tagessiege und viele Top-Resultate zu Buche.

Der erfolgreichste Südtiroler Snowboarder aller Zeiten ist Roland Fischnaller. Mit dem Gewinn des Gesamtweltcups in der abgelaufenen Saison hat er sich selbst ein Denkmal gesetzt und ein Kunststück geschafft, das von den Südtiroler Wintersportlern bis dato neben Fischnaller nur Gustav Thöni geglückt ist. Außerdem hat Roland Fischnaller in seiner langen Karriere fünf WM-Medaillen eingefahren, sowie im Weltcup 18 Siege feiern dürfen. Zwei davon sind dem mittlerweile 40-jährigen Villnößer auf der Pra-Di-Tori-Piste geglückt.


„Zwei Gondeln des Hubertus-Lifts durfte ich schon taufen. Natürlich hoffe ich, dass heuer eine dritte dazukommt. Die Vorfreude auf das Heimrennen ist bei mir riesengroß – auch, weil für das kommende Wochenende ja jede Menge Schnee vorausgesagt ist. Außerdem gastiert der Weltcup zum zehnten Mal in Carezza und es ist cool, dass wir dieses Jubiläum haben. Und wenn ich ehrlich bin, dann habe ich vom Training ein bisschen die Schnauze voll und möchte endlich wieder Rennen fahren“, erklärt Roland Fischnaller.

Auch bei Nadya Ochner ist die Vorfreude groß
Das Gefühl eines Triumphes beim Heimrennen kennt auch Fischnallers Teamkollegin Nadya Ochner, die nach einer Herzoperation im Sommer wieder topfit ist, bestens. Die 27-jährige Burgstallerin hat 2018 ihren ersten Weltcupsieg in einem Einzelrennen gefeiert. Weil die Rennen im vergangenen Jahr abgebrochen werden mussten, ist Ochner Titelverteidigerin am Karerpass.

„Ich komme jedes Jahr sehr gerne nach Carezza, weil ich Piste, Umgebung und nicht zuletzt die Veranstalter alle persönlich kenne. Ich glaube, dass die Heimrennen für uns Athleten heuer noch wichtiger sein werden. Denn aufgrund der Corona-Pandemie dürfen keine Fans an die Piste kommen und somit schlüpfen die vielen Helfer und Pistenrutscher in diese Rolle, weil wir ja auch schon in den vergangenen Jahren gespürt haben, wie sie sich für uns freuen und uns die Daumen drücken“, sagt Ochner, die genauso wie Fischnaller alle bisherigen Weltcuprennen in Carezza bestritten hat.

Autor: pm/det

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