P Snowboard

Roland Fischnaller schwang enttäuscht ab. Ihm blieb der vierte Rang.

Oh nein! Roland Fischnallers Olympia-Traum bleibt unerfüllt

Der 41 Jahre alte Roland Fischnaller hat in seiner Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – lediglich eine Olympia-Medaille fehlt ihm. Und das wird auch nach den Winterspielen in Peking so bleiben, obwohl er haarscharf dran war an seinem ersehnten Edelmetall.

Roland Fischnallers Trophäensammlung hat unglaubliche Ausmaße: Ein Weltmeistertitel, fünf weitere WM-Medaillen, ein Gesamtweltcupsieg, vier kleine Kristallkugeln, 19 Weltcupsiege und 25 weitere Podiumsplatzierungen. Allerdings wird seine einzigartige Karriere wohl ohne olympische Krönung bleiben. Am Dienstag schrammte er bei den Winterspielen in China als Vierter hauchdünn an Bronze vorbei.


Es sollte einfach nicht sein für Südtirols besten Snowboarder aller Zeiten. Als Sechster meisterte er die Qualifikation mit Bravour, dann schaltete er in der K.o.-Phase Zan Kosir und Andreas Prommegger aus. Fischnaller fuhr bis dahin zwar nicht fehlerfrei, war auf seinem Brett aber extrem schnell unterwegs. Der Traum von einer Olympia-Medaille schien vor dem Halbfinale reeller denn je – doch dann kam das Aus. Im Halbfinale der beiden Routiniers gegen den 36-jährigen Benjamin Karl patzte „Fisch“. Während der Österreicher ins Finale einzog und später zum Olympia-Sieg raste, blieb dem Südtiroler die Hoffnung auf Bronze.

Im Kleinen Finale stand er dem russischen Goldmedaillengewinner Victor Wild gegenüber. Fischnaller legte zwar gut los, baute dann aber immer wieder kleine Unsicherheiten in seinen Lauf ein und schied schließlich kurz vor Schluss aus. Sein Medaillentraum war geplatzt! Wild dagegen holte Bronze, während Silber an den Slowenen Tim Mastnak ging. Er zog im Finale gegen Karl den Kürzeren.

Die Medaillen gingen an Tim Mastnak (l.), Benjamin Karl und Victor Wild (r.). © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Die weiteren Azzurri waren bereits im Achtelfinale gescheitert. Der Grödner Daniele Bagozza schied gegen den südkoreanischen Quali-Sieger Sangho Lee aus, der Trentiner Mirko Felicetti gegen den Polen Oskar Kwiatkowski. Edwin Coratti verpasste um eine einzige Hundertstel den Sprung in die K.o.-Phase.
Wer, wenn nicht Ester Ledecka?
Ester Ledecka hat bei den Damen, wie schon vor vier Jahren in Pyeongchang, groß abgeräumt und sich die Goldmedaille geholt. Damit ist die Tschechin zum bereits dritten Mal Olympiasiegerin, und das in zwei verschiedenen Sportarten. 2018 holte sie sowohl im Parallel-Snowboard als auch im Super-G des Ski Alpin das goldene Edelmetall, nun sorgt sie auch in Peking für Furore. Und: In der Abfahrt und im Super-G könnte noch die eine oder andere Show des Multitalents folgen.

Nadya Ochner scheiterte an der späteren Olympiasiegerin Ester Ledecka. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


Ledecka, die schon in der Qualifikation mit der Bestzeit ihre Ansprüche untermauerte, zog ihr Ding in den K.o.-Läufen souverän durch und brachte den Sieg im Finale dank einer soliden Fahrt gegen die Österreicherin Daniela Ulbing in trockene Tücher. Auf ihrem Weg zu Gold hatte Ledecka im Achtelfinale auch Nadya Ochner, Südtirols einzige Vertreterin bei den Parallel-Snowboardern, aus dem Bewerb geworfen. Bronze ging an die Slowenin Gloria Kotnik.

Ergebnis Parallel-Riesentorlauf Männer
Pos.NameLand
1.Benjamin KarlAUT
2.Tim MastnakSLO
3.Victor WildRUS
4.Roland FischnallerITA/Villnöß
5.Sangho LeeKOR
6.Andreas PrommeggerAUT
12.Mirko FelicettiITA
15.Daniele BagozzaITA/St. Ulrich
17.Edwin CorattiITA/Langtaufers

Ergebnis Parallel-Riesentorlauf Frauen
Pos.NameLand
1.Ester LedeckaCZE
2.Daniela UlbingAUT
3.Gloria KotnikSLO
4.Michelle DekkerNED
5.Ramona Theresia HofmeisterGER
6.Julia DujmovitsAUT
16.Nadya OchnerITA/Burgstall
29.Lucia DalmassoITA

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