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Omar Visintin (Mitte) bejubelt den 6. Sieg in seiner Weltcup-Laufbahn. © FIS

Omar Visintin ist zurück: Weltcup-Triumph am Kaukasus!

Fast genau ein Jahr lang musste der Boardercrosser aus Algund auf eine Podiumsplatzierung warten. An diesem Freitag brach er den Bann und katapultierte sich mit einer überragenden Vorstellung gleich aufs Siegertreppchen.

Nach einem schwierigen Saisonstart hatte sich Omar Visintin die vergangenen Wochen beständig an die Weltspitze herangetastet, jetzt landete er den großen Coup: Beim Weltcup in Bakuriani, der Wintersport-Hauptstadt in Georgiens Teil des Kaukasus-Gebirges, preschte der Südtiroler bis ins Finale vor und ließ dort die gesamte Konkurrenz überraschend hinter sich.


Auf dem Weg ins „Big Final“ hatte Visintin eine mächtige Portion Glück auf seiner Seite. Zwei Mal kam er im Fotofinish nur um eine Boardspitze weiter. „Im Halbfinale habe ich einen Riesenfehler gemacht. Aber ich wusste, wenn ich das noch hinbiege, ist hier heute alles möglich“, schildert Visintin. In der Tat wuchs er im anschließenden Finale regelrecht über sich hinaus: Im oberen Streckenteil hielt er sich noch zurück, doch dann stach er alle Konkurrenten aus. Visintin passierte vor dem Schweizer Außenseiter Kalle Koblet, der erstmals in seiner Karriere aufs Podest fuhr, und dem Gesamtweltcupführenden Alessandro Hämmerle aus Österreich die Ziellinie. Visintins ligurischer Teamkollege Lorenzo Sommariva musste sich mit dem undankbaren 4. Rang anfreunden.

„Jetzt bin ich überglücklich“
Omar Visintin
Entsprechend erleichtert schritt Visintin nach dem Rennen zum Sieger-Interview. „Meine Taktik mit dem Angriff im unteren Streckenteil ist voll aufgegangen. Ich habe lange auf diesen Tag gewartet, jetzt bin ich überglücklich“, strahlte er mit der georgischen Sonne um die Wette. Für den Gesamtweltcupsieger aus dem Jahr 2014 ist dies der 6. Sieg in seiner Karriere, der erste seit seinem Erfolg im Januar 2020 in Big White (Kanada).
Nächste Enttäuschung für Moioli
Während Visintin Italiens Snowboard-Auswahl bei den Männern jubeln ließ, musste Michela Moioli bei den Frauen eine bittere Pille schlucken. Die Ausnahmeathletin aus Bergamo belegte in Bakuriani zum zweiten Mal binnen 24 Stunden den 4. Platz. Die Podiumsplätze gingen an die britische Tagessiegerin Charlotte Bankes, Chloe Trespeuch aus Frankreich und die US-Amerikanerin Fave Gulini.

Im Gesamtweltcup steht Moioli vor dem großen Saisonfinale am 20. März in Veysonnaz punktegleich mit der Tschechin Eva Samkova an der Spitze. Bei den Männern liegt Visintin, unmittelbar hinter Sommariva, an Position 5.

Ergebnis Finale der Männer:
Pos.NameLand
1.Omar VisintinITA/Algund
2.Kalle KobletSUI
3.Alessandro HämmerleAUT
4.Lorenzo SommarivaITA


Ergebnis Finale der Frauen:
Pos.NameLand
1.Charlotte BankesGBR
2.Chloe TrespeuchFRA
3.Faye GuliniUSA
4.Michela MoioliITA



Autor: fop

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