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Roland Fischnaller und Aaron March (Pentaphoto/FISI) Roland Fischnaller möchte an die erfolgreiche Saison anküpfen Aaron March hat sich für den kommenden Winter sehr viel vorgenommen

Snowboard: „Fisch“ und March „brennen“ auf die neue Saison - VIDEOS

Am Stilfserjoch haben in den vergangenen Tagen nicht nur die Alpinen Skirennläufer trainiert. Auch die Snowboarder fuhren am Gletscher zahlreiche Trainingsfahrten. Unter ihnen befanden sich auch Roland Fischnaller und Aaron March, die beide vor Tatendrang strotzen.

Am 13. Oktober 2011, also vor genau einem Jahr, lachten Roland Fischnaller als Sieger und Aaron March als Zweiter von den beiden höchsten Treppchen des Siegerpodests. Das „schnellste Brettlzimmer der Welt“ – wie „Dolomiten“-Redakteur Andreas Vieider treffend titelte – hatte im holländischen Landgraaf beim Weltcupauftakt zugeschlagen und für einen Südtiroler Doppelsieg gesorgt.

365 Tage später müssen sich die beiden Snowboarder noch ein wenig gedulden bis sie das erste Rennen der Saison 2012/13 bestreiten dürfen. Heuer findet der Weltcupauftakt nämlich erst im Dezember statt. Und es ist ausgerechnet das Heimrennen am Karerpass. „Es ist angenehm, dass wir uns in Ruhe auf das erste Rennen am Karerpass und für die restliche Saison vorbereiten können. Wir trainieren jetzt hier am Stilfserjoch, danach geht es nach Sulden, wo wir auf Kunstschnee fahren. Und im Endeffekt dauert es nicht mehr so lange, dann steht das erste Rennen schon vor der Tür“, sagte Aaron March exklusiv zu SportNews.

Die italienische Nationalmannschaft findet am Stilfserjoch und in der Sportoberschule in Mals ideale Bedingungen vor, wie Roland Fischnaller bestätigt. „Wir schlafen in Mals und können am Nachmittag die Hallen der Sportschule nutzen, was für uns optimal ist. Es ist sehr gut, weil wir die Geräte, den Kraftraum, einfach alles nutzen können. Wir stehen um halb sieben auf, frühstücken, dann fahren wir auf das Stilfserjoch und trainieren am Vormittag auf dem Gletscher. Dann wird auf dem Pass gegessen. Und am Nachmittag geht es schon wieder mit dem Fitnesstraining weiter. Wenn es warm ist, so wie jetzt, dann können wir noch mit dem Rad fahren“, schildert der 32-Jährige einen typischen Trainingstag der Nationalmannschaft.


Die WM in Kanada ist der Saisonhöhepunkt

Fischnaller und March haben sich in dieser Saison sehr große Ziele gesteckt. Beide nennen als Saisonhöhepunkt die WM in Kanada, wo beide „etwas mit nach Hause nehmen wollen“, wie sie unisono schilderten. „Aber ich kann mich natürlich nicht ausschließlich auf die WM fokussieren. Ich möchte jedes Rennen so gut wie möglich fahren. Es ist der ganze Weltcup, wo ich möchte vorne dabei sein“, fügte March an und sagte damit exakt dasselbe wie sein Zimmergenosse. Fischnaller ergänzte nur: „Für mich ist der Gesamtweltcup wichtig, den ich im Vorjahr um 20 Punkte nicht gewinnen konnte.“

Und wer werden die schärfsten Konkurrenten der beiden Südtiroler Topsnowboarder sein? „Sicher wieder die Österreicher mit Andreas Promeregger und Benjamin Karl. Aber ich habe auch meinen Mannschaftskollegen ganz weit oben auf der Rechnung, den Aaron (March, Anm. d. Red.). Er hat sich sehr gut vorbereitet und ist super fit. Er hatte zwar letztes Jahr nicht so eine Wahnsinns-Saison, aber ich schätze, dass er – wenn er einen guten Rhythmus erwischt – ganz vorne dabei sein will. Aber ich schaue auf mich. Wenn ich beim Start oben stehe, dann ist mir gleich, ob er das halbe Jahr neben mir schläft. Das machen wir ganz auf der sportlichen Seite“, sagte „Fisch“ lächelnd.


Kraft auf der Alm getankt

Besonders viel Kraft habe der Villnößer auf der Alm getankt, wo er sich jedes Jahr im Sommer zurückzieht. „Ich habe die Kühe gehütet, abgespült, Äpfel geschält, was halt zu tun ist. Ich habe aber meistens trainiert, denn ich möchte fit sein für die beiden kommenden Jahre. Es sind zwei wichtige Jahre für mich. Ich habe viel Energie getankt. Der Sommer auf der Alm tut mir immer gut. Vielleicht schaut wieder etwas Gutes für mich heraus“, erzählte der Gesamtweltcup-Zweite des vergangenen Winters.

Bei March sei die Vorbereitung im Sommer ebenfalls ideal verlaufen. „Ich konnte alles planmäßig durchführen, hatte keine körperlichen Probleme“, sagte der 26-Jährige.

Der Weltcupauftakt am Karerpass kann also kommen. Und vielleicht strahlen in knapp zwei Monaten ja wieder die schnellsten Snowboard-Zimmernachbarn der Welt vom Podest.

Autor: sportnews

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