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Ueli Kestenholz (†) © APA

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Ueli Kestenholz (†) © APA

Von Lawine erfasst: Schweizer Wintersport-Star ist tot

Die internationale Wintersportwelt trägt tiefe Trauer: Der Extremsportler und frühere Olympia-Medaillengewinner Ueli Kestenholz ist bei einem Lawinenunglück im Wallis ums Leben gekommen.

Der aktive Freerider und ehemalige Schweizer Snowboard-Profi wurde nach Angaben der Kantonspolizei bereits am Sonntag am Hochkuriz von einer Lawine erfasst und verschüttet. Das Unglück ereignete sich im freien Gelände auf rund 2400 Metern Höhe.


Ein anwesender Skifahrer, der sich gerade noch in Sicherheit bringen konnte, schlug sofort Alarm. Trotz rascher Bergung durch die Rettungskräfte verstarb Kestenholz später im Krankenhaus in Sitten. Er wurde nur 50 Jahre alt.

Olympia-Dritter hinter Thomas Prugger

Kestenholz war einer der herausragenden Vertreter des Schweizer Snowboardsports, ein wahrer Pionier in der „Brettl“-Szene. Er begann seine lange Wintersportkarriere im Jahr 1997 an der Seite der Südtiroler Snowboard-Legende Roland Fischnaller. Zunächst fuhr er im Riesentorlauf, dann in den damals neu eingeführten Parallelbewerben.

Ueli Kestenholz (links) fuhr sowohl im Alpin-Snowboard als auch im Snowboardcross aufs Weltcup-Podest. © APA

Ueli Kestenholz (links) fuhr sowohl im Alpin-Snowboard als auch im Snowboardcross aufs Weltcup-Podest. © APA


Der Höhepunkt in Kestenholz' sportlicher Laufbahn: Im Jahr 1998 gewann er in Nagano hinter dem Pusterer Thomas Prugger Olympia-Bronze. Später wechselte der Schweizer zum Snowboardcross, in dieser Disziplin nahm er 2006 in Bardonecchia ein drittes Mal an den Olympischen Spielen teil. Insgesamt bestritt er im Snowboard-Weltcup 28 Renneinsätze, fünf Mal schaffte er es aufs Podium. Ein Sieg blieb im auf der großen Bühne allerdings verwehrt.

Bis zuletzt als Extremsportler aktiv

Nach seinem Rückzug aus dem Rennsport im Sommer 2006 widmete sich Kestenholz erfolgreich dem Freeriden, Speedriding und Paragliden. Bis zuletzt war er in verschiedene Extremsport-Projekte involviert. Dabei genoss er großes Ansehen – nicht nur als Athlet, sondern auch als Inspirator und Abenteurer in der Wintersport-Szene.

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