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Rebecca Passler hat turbulente Tage hinter sich. © Pierre TEYSSOT

Wintersport

Rebecca Passler hat turbulente Tage hinter sich. © Pierre TEYSSOT

Vor Gericht abgeblitzt: Doping-Chaos um Passler geht weiter

Auch das noch! Rebecca Passler und ihre Anwälte haben das Prozedere des laufenden Dopingverfahrens missachtet. Der Internationale Sportgerichtshof erklärt sich für den Fall der Antholzer Biathletin gar nicht zuständig.

Aus Antholz

Alexander Foppa

Von:
Alexander Foppa

Das lange Warten nimmt kein Ende – und somit bleibt Rebecca Passlers sportliche Zukunft weiter ungeklärt. Ihr Antrag auf Aufhebung ihrer Suspendierung wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) nicht angenommen. Somit bleibt sie aufgrund ihrer positiven Dopingprobe weiterhin von allen Biathlon-Wettkämpfen ausgeschlossen, auch jenen bei Olympia daheim in Antholz.


Was ist passiert? In einer offiziellen Aussendung am Mittwoch erklärte sich der Sportgerichtshof für „nicht zuständig“, da Passler ihre Beschwerde an die italienische Anti-Doping-Agentur NADO stellen müsse. Im Schreiben heißt es: „Die Athletin reichte ihren Antrag zunächst beim CAS ein und nicht bei den zuständigen Instanzen von NADO Italia und verfügt daher über kein verfahrensrechtliches Recht, bei der Ad-hoc-Kammer des CAS Berufung einzulegen.“

Rebecca Passler bleibt von allen Biathlon-Wettkämpfen ausgeschlossen. © Pierre TEYSSOT

Rebecca Passler bleibt von allen Biathlon-Wettkämpfen ausgeschlossen. © Pierre TEYSSOT


Die NADO hatte Passler am 26. Januar positiv auf Letrozol getestet, daraufhin wurde sie auf unbestimmte Zeit suspendiert. Die B-Probe bestätigte das Ergebnis. Nach Angaben des CAS hätte Passler demnach zuerst bei der NADO Berufung einlegen müssen, und erst in einem eventuellen nächsten Schritt vor den Sportgerichtshof ziehen können.

Eine Möglichkeit gibt es noch

Ein kleines Türchen bleibt aber noch offen: Bis Donnerstag hat Passler Zeit, beim nationalen Anti-Doping-Berufungsgremium gegen ihre Suspendierung vorzugehen. Sollte diese aufrecht bleiben, könnte sie nochmal beim CAS vorstellig werden. Ob die Antholzerin und ihre Verteidiger diesen nächsten Schritt im anhaltenden Doping-Wirrwarr gehen wollen, ist allerdings noch offen.

Die 24-jährige Südtirolerin argumentiert in ihrer Causa, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. Mit dem Medikament Letrozol kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt.

Kommentare (1)

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Hermann Zanier

Wirrwarr? Verwirrt sind augenscheinlich vor allem die Anwälte, die auf ihrem "Spezial-"Gebiet doch Bescheid wissen müssten. Zumindest das Verfahren sollte disen hochbezahlten Fachleuten geläufig sein.

11.02.2026 17:54

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