
Flavio Roda mit Superstar Federica Brignone. © Pentaphoto
Wierer, Brignone, Trainer-Rücktritt: Jetzt spricht der FISI-Boss
Nach dem großen Abschied von Dorothea Wierer hat sich Flavio Roda, der Präsident von Italiens Wintersportverband, in Antholz der Presse gestellt – und seine persönliche Olympia-Bilanz gezogen.
23. Februar 2026
Aus Antholz

Von:
Thomas Debelyak
16 Tage lang haben die Olympischen Winterspiele in Norditalien für den absoluten Ausnahmezustand gesorgt. Seit Sonntag sind sie zu Ende. Flavio Roda, der Präsident des italienischen Wintersportverbandes FISI, stellte sich am späten Samstagnachmittag im Schneetreiben von Antholz der Presse – und zog Bilanz. Roda sprach dabei über…
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… den Rücktritt von Dorothea Wierer: „Das war emotional! Dorothea hat dafür gesorgt, dass sich Italien ins Biathlon verliebt hat. Hier tritt nicht nur eine große Athletin ab, sondern auch eine große Persönlichkeit. Es tut mir leid, weil in Zukunft etwas ganz Wichtiges fehlen wird.“
… den Biathlon-Sport in Italien: „Wie Doro bei Olympia schon mehrmals gesagt hat: Dieser Sport muss bei uns sichtbarer werden. Ich finde es absurd, dass der Biathlon-Weltcup im nationalen Fernsehen noch immer keinen Platz hat. Wir erzielen im Biathlon nicht nur exzellente Resultate, sondern ziehen auch viele junge Sportler und Sportlerinnen hoch.“
Mit Doro Wierer trat eine Ikone des Biathlon-Sports ab. © ANSA / PIERRE TEYSSOT
… die unglaubliche Leistung von Federica Brignone: „Es war einfach total unrealistisch, dass Brignone eine Medaille holt – und dann werden es sogar zwei Goldene. Was soll man dazu noch sagen? Wie es mit ihrer Zukunft aussieht, werden wir sehen. Sie wird jetzt mal die Saison zu Ende fahren, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mindestens noch einen Winter weitermacht. Ich hoffe, sie bleibt uns so lange wie möglich erhalten.“
„Mir tut es für das Slalom-Team leid, das ständig diese Wechsel verkraften muss.“ Flavio Roda
… seine persönlichen Highlights: „Brignone hat natürlich eine besondere Geschichte geschrieben, aber mir blieb auch Flora Tabanelli in Erinnerung. Diese junge Athletin ist praktisch ohne Kreuzband in den Wettkampf gegangen, hat davor kaum trainiert – und gewann die Bronzemedaille.“
… den Rücktritt von Slalom-Trainer Mauro Pini nach nur sechs Monaten: „Er sagte mir, dass er sich nicht in der Lage fühle, bei den letzten beiden Rennen dabei zu sein. Wir müssen uns deshalb noch mal in Mailand treffen, um die vertraglichen Sachen zu regeln. Was mir am meisten leid tut, ist, dass unser Slalom-Team ständig diese Wechsel verkraften muss. Die Kontinuität geht hier völlig verloren, das tut weh.“
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