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Die Boykott-Aufforderungen werden immer lauter. © APA/afp / SAEED KHAN

China kritisiert USA für diplomatischen Boykott

China hat den diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking durch die USA scharf kritisiert.

Washington solle aufhören, den Sport zu politisieren, sagte Außenamtssprecher Zhao Lijian am Dienstag in Peking. Er kündigte „entschiedene Gegenmaßnahmen“ an, ohne Details zu nennen. Olympia sei keine Bühne für „politische Manipulationen“. Außerdem nähmen Regierungsvertreter auf Einladung ihrer nationalen olympischen Komitees teil.


Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, hatte am Vortag angekündigt, die Regierung von Präsident Joe Biden werde keine diplomatischen oder offiziellen Vertreter zu den Spielen im Februar nach China schicken. Hintergrund seien der fortdauernde „Genozid“ in der autonomen Region Xinjiang und andere Menschenrechtsverletzungen.

Thema wird immer heißer
Verärgert reagierte Chinas Außenamtssprecher, die USA sollten aufhören, „die Winterspiele in Peking durch Worte oder Taten zu stören“. Ansonsten schadeten sie dem bilateralen Dialog und der Kooperation mit China in wichtigen Bereichen oder internationalen Fragen. Die Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 statt.

China steht wegen Menschenrechtsverletzungen unter anderem im Umgang mit Minderheiten wie den Uiguren und Tibetern und der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong in der Kritik. Zwischen den USA und China gibt es zusätzlich wegen anderer Streitthemen große politische Spannungen. Das Verhältnis ist auf den tiefsten Stand seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 gefallen. Biden sieht in China den mächtigsten Konkurrenten und die größte geopolitische Herausforderung für die USA.

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