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Ohne menschlichen Kontakt und Tageslicht: Der Quarantäne-Container in Peking.

Exklusiv | Ein Südtiroler filmt aus der Quarantäne in Peking

Kommende Woche beginnen die Olympischen Spiele in China, doch schon jetzt reisen erste Athleten, Trainer und Funktionäre an – auch aus Südtirol. Einer von ihnen wurde bei der Ankunft positiv auf das Coronavirus getestet und sitzt seitdem abgeschottet in Quarantäne. Er hat uns ein Video zukommen lassen, das die beklemmende Isolation eindrucksvoll schildert.

Am Freitag, 4. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. In diesen Tagen machen sich die ersten Südtiroler Athleten, Trainer und Funktionäre auf dem Weg nach China, um sich zu akklimatisieren und die ersten Trainingsfahrten zu unternehmen.


Ein Südtiroler, der ebenfalls bei den Winterspielen involviert ist und bereits am 17. Jänner den Flug nach Peking hatte, wurde bei der Ankunft positiv auf Corona getestet. Aus Privacygründen will er seinen Namen nicht bekanntgeben. Seit 8 Tagen ist er in Quarantäne – in einem Containerzimmer, das einem Krankenzimmer samt kleiner Dusche und WC ähnelt, nahe eines Hospitals in Peking. Er hat uns auf eine kleine virtuelle Reise mitgenommen:

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„Mir fehlt es an nichts“, verrät er. Es gibt Frühstück um 8 Uhr, Mittagessen um 12 und Abendessen um 18 Uhr. Es gibt sogar eine Menüauswahl, und die Krankenschwestern und Ärzte geben sich allergrößte Mühe, dass es uns gut geht.

Freilich: Das „Quarantänezimmer“ hat rein gar nichts mit einer bei uns normalen Hotelunterkunft zu tun, es gibt kein Tageslicht, das Essen wird durch eine Schleuse ins Zimmer geschoben, das Handtuch nach der Dusche ist kaum größer als ein Wischmob. „Wenigstens bekamen wir ein Pyjama gestellt“, meint der Südtiroler, der jeden Tag um 6 Uhr morgens geweckt wird, um sich einem PCR-Test zu unterziehen.
„Es gibt keinen persönlichen Kontakt zu niemandem.“ Ein Südtiroler in Peking

Ob er alleine in dem riesigen Containerdorf untergebracht ist, oder ob auch andere Corona-Infizierte da sind, weiß er nicht: „Es gibt keinen persönlichen Kontakt zu niemanden. Die Krankenschwestern sind angezogen wie Marsmenschen. Ich habe Internet-Verbindung, WhatsApp-Nachrichten kann ich verschicken, WhatsApp-Telefonate sind keine möglich. Das WeChat-System soll hingegen funktionieren.“

Der Südtiroler hofft, dass er am Dienstag, 25. Jänner, sein Quarantäne-Zimmer verlassen kann. Er wurde am Samstag und Sonntag zweimal dahingehend negativ getestet, als dass sein CT-Wert über 40 lag. In Europa genügt ein CT-Wert von 30, bei Olympia waren es ursprünglich 40. Mittlerweile wurde dieser Wert auf 35 gesenkt.


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