
Das Olympische Dorf entsteht außerhalb von Mailand, ist aber ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen. © APA/afp / PIERO CRUCIATTI
Korruptions-Skandal um Olympia-Bauten?
Ein gutes halbes Jahr vor Beginn der Olympischen Winterspiele ist in Mailand eine Korruptionsaffäre rund um Bauaufträge ins Rollen gekommen.
17. Juli 2025
Von: apa/sn
Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Vorwürfen, dass es im Zusammenhang mit verschiedenen Stadtentwicklungsprojekten illegale Absprachen gegeben haben soll – auch beim Bau des Olympischen Dorfes, in dem nächstes Jahr viele Athletinnen und Athleten wohnen werden. Ermittelt wird auch gegen Bürgermeister Beppe Sala.
Die Winterspiele 2026 finden vom 6. bis 22. Februar in Norditalien statt. Offizielle Gastgeber sind die 1,3-Millionen-Einwohner-Stadt Mailand sowie der Wintersportort Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten. Die Wettbewerbe werden aber noch in mehreren anderen Orten der Region ausgetragen.
Durchsuchungen in Büros und Wohnungen
Im Kern drehen sich die Ermittlungen um ein Immobilienvorhaben im Stadtzentrum. Im Visier der Staatsanwaltschaft sind aber auch andere Projekte wie das Olympische Dorf, das etwas außerhalb des Stadtzentrums sein wird. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde gegen sechs Verdächtige Haftbefehl beantragt. Mehrere Büros und Wohnungen durchsucht. Bei einem Bauunternehmer wurden nach Medienberichten 120.000 Euro in bar sichergestellt.Mailands Bürgermeister Beppe Sala steht im Fokus der Ermittlungen. © ANSA / Mourad Balti Touati
Die Vorwürfe reichen von Korruption über Urkundenfälschung bis zu Vorteilnahme im Amt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ANSA wird insgesamt gegen 74 Verdächtige ermittelt. Bürgermeister Sala wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme für die Zeitung Corriere della Sera zurück. Mailand gilt als Finanz- und Wirtschaftsmetropole Italiens.
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)