
Spektakuläre Bilder sind garantiert. © APA/afp / STEFANO RELLANDINI
Österreicher freuen sich auf Pizza, Pasta & Dolce Vita
Die Rückkehr Olympias nach den Asien-Auflagen dorthin, wo Wintersport auf Tradition begründet mit Leidenschaft gelebt wird, erfüllt Österreichs Athletinnen und Athleten mit Vorfreude.
01. Februar 2026
Von: apa
Die Nähe zur Heimat, Familie und Freunde im Publikum sowie die Aussicht auf grandiose Bergwelten und kulinarische Genüsse lassen alle bestens motiviert zu den Winterspielen nach Italien reisen. Die APA fragte nach Pizza, Pasta, Dolce Vita. Das Fazit: Fresspakete bleiben dieses Mal daheim.
Die Corona-Spiele gehören der Vergangenheit an, 2022 nach Peking waren Masken mitgereist und der emotionale Beistand daheim geblieben. Doppel-Olympiasiegerin Anna Gasser hatte noch etwas Zusätzliches im Gepäck. „Ich bin ein wenig 'haklig', wie wir in Kärnten sagen. Ich hatte in Pyeongchang und Peking Fresspakete dabei.“ Die italienische Küche darf sie in Gemeinschaft genießen, denn anders als vor vier Jahren werden sich die Nationen wieder vermischen. „Eigentlich geht es bei Olympia ja auch darum, viele Leute kennenzulernen und Olympia gemeinsam zu teilen“, meinte die Snowboarderin.
Cornelia Hütter ist voller Vorfreude. © APA/afp / PATRICK T. FALLON
Alpinski-Ass Cornelia Hütter schätzt „Olympia fast vor der Haustüre, im Herzen des Skifahrens“, sie hat trotzdem minimales Übergepäck. „Ich freue mich schon sehr auf das italienische Essen. Aber das Kernöl kommt mit.“ Olympia ist sogar so nah, dass im Packstress etwas übersehen werden darf. „Unser Trainer hat gesagt, wir können was daheim vergessen, wir können es holen. Es ist nicht aus der Welt“, meinte Ski Crosser Johannes Aujesky. Wie viele andere litt er unter den durch die Pandemie beeinflussten Winterspielen 2022. „Corona hat die letzten Spiele ein bisschen zerstört, da ist überhaupt kein Flair aufgekommen.“
Auch Käse, Espresso und Aperol gefragt
Mit Dolce Vita verbinden viele kulinarische und sonstige Genüsse sowie Lebensgefühl. „Dolce Vita ist für mich, auf einer schönen Hütte mit einem Aperol mit Aussicht auf die Bergen sitzen“, sagte Slalomläuferin Katharina Truppe.Auch Stephan Embacher und Jan Hörl (rechts) blicken den Spielen mit Vorfreude entgegen. © APA / GEORG HOCHMUTH
Für Skispringer Jan Hörl müssen es „Spaghetti“ sein, Kollege Stephan Embacher weiß, dass „einfach alles, was auf den Tisch kommt, gut“ ist. Lisa Hirner freut sich auf „Pizza und Spaghetti“, will aber auf die „ausgewogene Ernährung“ achten. Snowboard Crosserin Pia Zerkhold braucht sich indes nicht zurückzuhalten. „Ich freue mich auf Pizza. Da kann man ruhig ordentlich reinhauen. Im Boardercross ist es generell eh gut, wenn man mehr Masse hat.“
Kombinierer Stefan Rettenegger weiß, dass im Teamhotel die „Nudeln immer al dente“ sind. Für Thomas Rettenegger ist das Essen schlicht „ein Traum“. Snowboard-Olympiasieger Alessandro Hämmerle hat besondere Erinnerungen. „In Chiesa in Valmalenco habe ich ein Rennen und 40 Kilogramm Parmesan gewonnen. Das war eines der coolsten Preise bis jetzt.“ Da durften auch die Freunde mitnaschen.
Familie und Freunde mit dabei
Die in Predazzo gern Nudeln einkaufende Langläuferin Teresa Stadlober darf sich wie viele über „Familie, Freunde und Bekannte“ freuen. Skeleton-Pilotin und Cafe-Trinkerin Janine Flock sieht es als „I-Tüpfelchen“, dass „halb Rum, halb Tirol an der Bahn stehen“ wird. Für Snowboarder Andreas Prommegger schließt sich der Kreis, in Italien 2006 fing alles an, in Italien 2026 hört es auf. „Wir sind an einem der schönsten Fleckerl auf der Welt. Das ist auch eine wunderschöne Radgegend. Und im Winter jetzt sind es die ersten Spiele, die meine Frau mit den Kindern besuchen kann. Ich könnte mir keinen besseren Abschluss vorstellen.“Für Andreas Prommegger schließt sich ein Kreis. © APA / WOLFGANG JANNACH
Dass es „rundgehen“ werde, wenn man ins Zielstadion reinfährt, glaubt auch Skifahrerin Mirjam Puchner. „Schade, dass die Preise bei Tickets und Quartieren so enorm sind“, sprach die Salzburgerin wie viele die hohen Preise an. In Peking habe sie vom „olympischen Flair nichts mitbekommen“, sagte Ariane Rädler, die sich zum Ziel gesetzt hatte, schon aus diesem Grund für Italien die Qualifikation schaffen zu wollen. Rodlerin Selina Egle erhofft sich „eine Megastimmung“. Es sei ein ganz besonderes Gefühl, wenn man nachher mit den Liebsten, egal wie es ausgeht, feiern könne.
Nähe zur Heimat und Panorama begeistern
Riesentorläuferin Stephanie Brunner weiß, dass sie „so nahe von zu Hause das erste und das letzte Mal“ Olympia erleben werde. Auch für Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl steht fest. „Olympischen Spiele vor der Haustüre zu haben, ist ein Privileg. Da wollte ich unbedingt noch einmal dabei sein.“ Riesentorlauf-Medaillenhoffnung Julia Scheib gebe die Nähe „ein anderes Gefühl“, daher „schätze ich es, dass wir es jetzt in Italien haben und ich freue mich wirklich riesig drauf“.Auch Julia Scheib kann es kaum erwarten. © APA / HELMUT FOHRINGER
Besondere Begeisterung ruft bei all jenen, die in Cortina ihre Wettkämpfe haben, die Landschaft hervor. „Cortina ist wunderschön, die Berge haben mich so geflasht, als ich das erste Mal da war. Ein wunderschöner Ort zum Dasein“, sagte Rodlerin Lara Kipp. Das sehen die Kolleginnen und Kollegen im Eiskanal ähnlich.
Kleiner Wermutstropfen ist, dass die Winterspiele auf sechs Cluster aufgeteilt sind und sich die Möglichkeit, andere Sportarten anzuschauen, nicht so bieten wird. Rodler Jonas Müller plant dies dennoch ein. „Wenn es sich ausgeht, gerne. Das ist das Coole und was Olympia ausmacht, dass man nicht nur in dem Rodelzirkus unterwegs ist, sondern mit anderen Sportlern in dem Olympischen Dorf wohnt und die Chance hat, andere Wettkämpfe anzuschauen.“
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