1 Wintersport Mix

Die besten Skifahrerinnen der Welt werden in Cortina um Olympia-Gold kämpfen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Budget, Austragungsorte & Probleme: Alles zu Olympia 2026

Die italienische Regierung um Premierministerin Giorgia Meloni macht 400 Millionen Euro für die Olympischen Winterspiele 2026 locker. Hier ein Überblick über die Planungen.

Wie aus dem Budgetentwurf vorgeht, der vom Ministerrat in Rom gebilligt wurde, werden 120 Millionen Euro für Infrastrukturarbeiten im Jahr 2024, 140 Mio. Euro 2025 und 140 Mio. Euro 2026 locker gemacht. Der Budgetentwurf muss bis Ende dieses Jahres von beiden Parlamentskammern abgesegnet werden.


Das ursprüngliche Budget für die Olympischen Winterspiele lag bei 1,4 Mrd. Euro. Geplant sind die Spiele vom 6. bis 22. Februar 2026, gefolgt von den Paralympics. Die Eröffnungsfeier soll im Mailänder San-Siro-Stadion und die Schlusszeremonie im römischen Amphitheater von Verona stattfinden.

Die Sportstätten

In Mailand werden die Hallensportarten Eishockey, Eiskunstlauf und Short Track zu sehen sein, wobei die Eisschnelllauf-Wettkämpfe in Baselga di Piné (Trentino) über die Bühne gehen sollen. In Bormio befinden sich die Pisten für Ski alpin der Männer, Livigno ist hingegen Austragungsort für Freestyle-Ski und die Snowboard-Entscheidungen.

Die Biathlon-Wettkämpfe finden 2026 in Antholz statt. © ANSA / ANDREA SOLERO


Vor der Dolomiten-Kulisse von Cortina werden im Ski alpin der Frauen, Curling und voraussichtlich im Bob, Rodeln und Skeleton um Medaillen gekämpft. Die Loipen für Ski nordisch und die Schanze für das Skispringen werden im Fleimstal sein. Die Biathlon-Wettkämpfe finden hingegen in der Südtirol Arena von Antholz statt.

Allerdings sind der Transport zwischen den Veranstaltungen in Mailand und den 400 Kilometer entfernten Sportstätten in den Bergen eine Schwachstelle. Kritisiert wird auch, dass Ski alpin für Frauen und Männer an getrennten Orten stattfinden soll, was zu höheren Kosten und logistischen Schwierigkeiten führen könnte.

Diskussion um Eiskanal

Diskutiert wird derzeit, ob der Eiskanal in Igls bei Innsbruck als Austragungsstätte der Bob-, Rodel-und Skeletonbewerbe im Rahmen der Olympischen Spiele 2026 genutzt werden soll. Sportlich wäre das für Italiens Rodel-, Bob- und Skeletonsport fast ein Todesurteil. In Cortina sollte eine seit 2008 geschlossene Bobbahn renoviert werden.

Igls könnte für Cortina einspringen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER


Da in Italien die Zahl der Rodel-und Bob-Athleten gering sei, sei es sinnvoll, die 90 km Luftlinie von Cortina entfernt liegende Bobbahn in Igls zu nutzen, statt die Bahn in Cortina zu renovieren, schrieb Luca Zaia, Präsident der Region Venetien, zu der Cortina gehört, in einem Brief an die Stiftung Mailand-Cortina, die mit der Organisation der Olympischen Winterspiele beauftragt ist, und an den neuen Sportminister Andrea Abodi vergangene Woche. Die Renovierungskosten der Bahn in Cortina seien außerdem zuletzt aufgrund der Inflation und der Energiekrise von 61 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro gestiegen.

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