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Mit Blick auf die Olympischen Spielen 2026 wird ein sattes Minus erwartet. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

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Mit Blick auf die Olympischen Spielen 2026 wird ein sattes Minus erwartet. © ANSA / DANIEL DAL ZENNARO

Olympia: Verluste von über 300 Millionen Euro erwartet

Die Stiftung Mailand, die alle mit den Olympischen Winterspielen verbundenen Veranstaltungen organisiert hat, rechnet bis Ende 2026 mit einem Haushaltsdefizit von rund 310 Millionen Euro.

Die Zahlen wurden den Mitgliedern der Stiftung bei der letzten Vorstandssitzung mitgeteilt und stellen derzeit eine Prognose für den Abschluss zum 31. Dezember dar, berichteten italienische Medien am Donnerstag.


Das „Loch“ ergibt sich aus 230 Millionen Euro höheren Kosten und 80 Millionen Euro geringeren Einnahmen, wobei die tatsächlichen Erlöse aus dem Merchandising-Verkauf noch nicht vollständig beziffert sind. Das ursprünglich 2019 festgelegte Budget von knapp 1,4 Milliarden Euro ist inzwischen auf 1,7 Milliarden gestiegen. Die Mitglieder der Stiftung – darunter die beteiligten Regionen der Spiele Lombardei, Venetien und Trentino Südtirol – wurden aufgefordert, zur Deckung des Defizits beizutragen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Auch Regionen müssen Defizit ausgleichen

Für die Region Venetien würde der Beitrag zwischen 26 und fast 40 Millionen Euro liegen, abhängig davon, ob das Internationale Olympische Komitee (IOC) mit einer Unterstützung von über 100 Millionen Euro eingreift oder nicht. Im besten Fall – also mit einem Beitrag des IOC – müssten Trentino und Südtirol jeweils 20 bzw. 5 Millionen Euro beisteuern, die Lombardei etwa 60 Millionen Euro.

Die Nachricht vom Defizit hat in Italien die Debatte über die Kosten der Ausrichtung von Großereignissen wie Olympia neu befeuert. In manchen Skigebieten verlief die Saison 2025/2026 für den Fremdenverkehr unbefriedigend, weil weniger Gäste als in den vergangenen Jahren kamen. So erhoben sich auf lokaler Ebene erneut kritische Stimmen zu Großevents, die mit hohen Investitionen verbunden sind.

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