1 Wintersport Mix

IOC-Präsident Thomas Bach übergab die olympische Flagge an die Bürgermeister von Mailand und Cortina, Giuseppe Sala und Gianpietro Ghedina. © ANSA / ROMAN PILIPEY

Schlussfeier: Peking übergibt an Mailand, Cortina...und Antholz

Die XXIV. Olympischen Winterspiele in Peking sind am Sonntag offiziell beendet worden. Zeitgleich wurde der Countdown für die Winterspiele in vier Jahren in Italien gestartet.

IOC-Präsident Thomas Bach sprach um 21.31 Uhr Ortszeit (14.31 Uhr MEZ) im Nationalstadion von Peking die entsprechende Formel, sechs Minuten später erlosch auch das olympische Feuer.


„Es waren wirklich außergewöhnliche Winterspiele“, sagte Bach in seiner Rede. „Begrüßen wir China als Wintersportland.“ Der Deutsche dankte den „chinesischen Freunden“ um den ebenfalls anwesenden Staats- und Parteichef Xi Jinping. Die nächsten Olympischen Winterspiele gehen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo über die Bühne. Bach übergab die olympische Flagge, die er von Pekings Stadtoberhaupt Chen Jining übernommen hatte, daher erstmals an zwei Bürgermeister, nämlich Beppe Sala (Mailand) und Gianpietro Ghedina (Cortina).

In Antholz wurde mitgefeiert
Es wird dies das dritte Mal nach Cortina 1956 und Turin 2006 sein, dass die Winterspiele in Italien ausgetragen werden. Zum ersten Mal werden dabei auch in Südtirol Wettkämpfe über die Bühne gehen, und zwar im Antholzer Biathlonzentrum. Dort wurde am Sonntagnachmittag die Schlussfeier in Peking feierlich begleitet und der Countdown in Hinblick auf Olympia 2026 eröffnet. Mit dabei waren aktuelle und ehemalige Südtiroler Olympia-Teilnehmer, frischgebackene Medaillengewinner von Peking, Südtirols CONI-Chef Alex Tabarelli, sowie zahlreiche weitere Größen der heimischen Sportszene, Funktionäre, Sportjournalisten und Politiker.

In China hat Südtirol mit Omar Visintin (Silber, Bronze), Nadia Delago (Bronze), Dorothea Wierer (Bronze) und Dominik Fischnaller (Bronze) fünf Medaillen eingefahren. Italien stehen insgesamt 17 Medaillen zu Buche, Gold ging an Shorttrack-Läuferin Arianna Fontana und das Curling-Duo Stefania Constantini/Amos Mosaner.

Neben den strengen Corona-Maßnahmen waren die Spiele international auch von der Doping-Affäre um Russlands 15-jährige Eiskunstlauf-Favoritin Kamila Valieva überschattet. Die Medaillen im Teambewerb, den die Russen für sich entschieden hatten, sind daher auch bei Abschluss der Spiele noch nicht vergeben. Kritische Berichte zur Menschenrechtssituation in China hielten sich in Grenzen – zumal sich ausländische Journalisten wie Olympia-Teilnehmer und Betreuer corona-bedingt nur innerhalb des „geschlossenen Kreislaufs“ bewegen durften.

Gegen das Virus zeigten die Maßnahmen aber Wirkung. Innerhalb der „Blase“ gab es mit Fortdauer der Spiele immer weniger Ansteckungen, China sah damit auch seine restriktive Einreisepolitik als gerechtfertigt. Hochrangige westliche Politiker blieben den Spielen ohnehin fern. Russlands Präsident Wladimir Putin machte Xi bei der Eröffnung aber die Aufwartung und demonstrierte seine Unterstützung.
„Es waren wirklich außergewöhnliche Winterspiele“ IOC-Präsident Thomas Bach

Chinas Staatschef Xi wollte die Spiele laut eigenen Angaben nutzen, um rund 300 Millionen Menschen zum Wintersport zu bringen. Die chinesischen Sportler übertrafen die Erwartungen mit neun Goldmedaillen und Platz drei im Medaillenspiegel. Ihre Landsleute durften ihnen dabei aber nur vereinzelt zujubeln. Corona-bedingt waren nur in begrenztem Ausmaß lokale Zuschauer zugelassen, Fans aus dem Ausland waren gänzlich ausgesperrt.

Die Winterspiele von Mailand/Cortina sind von 6. bis 22. Februar 2026 angesetzt. In Peking bzw. der von enormer Kälte geprägten umliegenden Bergregion stehen davor von 4. bis 13. März unter Corona-Bedingungen noch die Winter-Paralympics auf dem Programm. Die nächsten Olympischen Spiele sind jene im Sommer 2024 in Paris. Deren OK-Chef Tony Estanguet versprach für in zwei Jahren olympisches „Licht am Ende des Tunnels“.

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