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Alex Vinatzer und Co. starten in Sölden in eine neue Saison. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

L Ski Alpin

Alex Vinatzer und Co. starten in Sölden in eine neue Saison. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Fehler werden hart bestraft: Wem gelingt der Traumstart in Sölden?

Am anstehenden Wochenende fällt im hinteren Ötztal der Startschuss für die neue Weltcup-Saison im Ski Alpin. Im Riesenslalom am Rettenbachferner jagen die Ski-Stars den ersten Sieg. Drei Südtiroler stehen am Start, Spannung verspricht auch das Wetter.

Seit der Saison 2000/01 findet das erste Weltcup-Wochenende der Saison alljährlich in Sölden statt – und stellt die Athleten auf Anhieb vor eine der technisch anspruchsvollsten Herausforderungen im Kalender.


Mit einem auf 3.040 Metern Höhe gelegenen Start gilt es eine Strecke von knapp 1,2 Kilometern, die mit Neigungen von bis zu 68 Prozent garniert sind, zu bewältigen. Der extrem lange Steilhang ist die Schlüsselstelle am Rettenbachferner, zuvor machen im flacheren Startabschnitt Präzision, Rhythmus und Tempo den Unterschied. Fehler werden hart bestraft – zu Beginn der Saison eine umso spannendere Ausgangslage.

Shiffrin und Odermatt: Große Namen lauern auf Sieg

Und wer stellt sich dieser Aufgabe? Die großen Namen dürfen gewiss nicht fehlen: Die Österreicherin Julia Scheib und Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt wollen ihren Sieg aus dem Vorjahr möglichst wiederholen, noch dazu rechnen sich etwa Mikaela Shiffrin, Alice Robinson, Marco Schwarz oder Lucas Pinheiro Braathen ihre Chancen aus. Den Anfang machen die Damen am Samstag ab 10 Uhr, die Herren folgen am Sonntag ab 10 Uhr. Der zweite Durchgang geht jeweils ab 13 Uhr über die Bühne (live im SportNews-Liveticker).

Marco Odermatt und Co. jagen dem ersten Saisonsieg hinterher. © APA / CHRISTIAN PETERSEN

Marco Odermatt und Co. jagen dem ersten Saisonsieg hinterher. © APA / CHRISTIAN PETERSEN


Für Furore sorgen wollen auch die Azzurri, unter denen sich mit Alex Vinatzer, Tobias Kastlunger und Anna Trocker drei Südtiroler tummeln. Neben dem Trio gehen auch Giovanni Franzoni, Luca De Aliprandini, Filippo Della Vite, Giovanni Borsotti und Simon Talacci bei den Herren sowie Lara Della Mea, Laura Pirovano, Asja Zenere, Ilaria Ghisalberti, Giorgia Collomb, Tatum Bieler, Emilia Mondinelli und Marta Bassino bei den Damen an den Start.

Letztere feiert damit ihr Comeback im Weltcup, nachdem die 30-Jährige sich vor einem Jahr im Vorfeld des Auftakts einen Schienbeinbruch zugezogen hatte.

Azzurri kratzen an Meilenstein

Sollte tatsächlich einem Athleten in azurblauen Farben der Sieg in Sölden gelingen, wäre dieser übrigens von historischem Ausmaß. Im Riesenslalom stehen Italiens Damen und Herren bei insgesamt 99 Siegen, mit der Schweiz (191) und Österreich (212) haben nur zwei Nationen die Marke von 100 Erfolgen in dieser Disziplin geknackt.

Marta Bassino feiert in Sölden ihr Comeback. © ANSA / ANNA SZILAGYI

Marta Bassino feiert in Sölden ihr Comeback. © ANSA / ANNA SZILAGYI


Völlig abwegig ist dieses Szenario zumindest laut den Statistiken nicht: In den vergangenen elf Jahren standen Bassino (2020) und Federica Brignone (2015, 2024) jeweils ganz oben auf dem Podest, für letztere kam der Auftakt in Sölden nach einer langen Leidenszeit aber noch zu früh.

Trotz der Zahlenspiele zählen die Azzurri auf dem Papier aber nicht zu den Favoriten auf die Siege. Das Wetter könnte jedoch eine Überraschung begünstigen. Für Samstag sind wechselhafte Bedingungen sowie geringer Niederschlag gemeldet, am Sonntag wird mit mehr Schneefall gerechnet.

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