
Ein wilder Hund: Giovanni Franzoni gewann die Abfahrt in Kitzbühel. © APA/afp / JOE KLAMAR
Mit 24: Giovanni Franzoni triumphiert auf der Streif
Italiens Ski-Herren haben beim bekanntesten Ski-Rennen der Welt, der Abfahrt in Kitzbühel, ordentlich aufgezeigt. Während sich der blutjunge Giovanni Franzoni gar den Sieg holte, verpasste der Südtiroler Florian Schieder nur knapp das Podest.
24. Januar 2026
Von: dl
Für Florian Schieder sah es lange Zeit danach aus, als würde er am Samstag zum insgesamt vierten Mal auf einem Weltcup-Stockerl stehen – und zum dritten Mal bei der legendären Kitzbühel-Abfahrt. Nach den beiden zweiten Plätzen in den Jahren 2023 und 2024 war der Kastelruther lange auf Rang drei gelegen.
Mit Startnummer 6 musste sich Schieder zwischenzeitlich nur Franzoni geschlagen geben. Auf den überragenden Italiener fehlten dem 30-Jährigen im Ziel 67 Hundertstelsekunden. Doch neben Marco Odermatt war noch einer schneller: Überraschungsmann Maxence Muzaton fing Schieder mit der hohen Nummer 29 noch ab.
Florian Schieder verfehlte als Vierter das Podest nur knapp. © APA / HANS KLAUS TECHT
Muzaton stand bis dato erst einmal auf dem Podest – und zwar im fernen 2017 in der Kombination von Wengen. In der Abfahrt war der 35-Jährige bis dato noch nicht über Rang fünf hinausgekommen. Der Franzose gilt wie Schieder aber als Kitzbühel-Spezialist und darf nun über sein erstes Stockerl jubeln.
Franzoni schlägt Odermatt
Um den Sieg gab es einen Kampf der Giganten zwischen dem neuen Stern am Ski-Himmel, Giovanni Franzoni, und Superstar Marco Odermatt. Am Ende hatte der junge Mann aus Manerba am Gardasee um sieben Hundertstel die Nase vorn. Bei seiner erst zweiten Kitzbühel-Abfahrt holte sich Franzoni also gleich den Sieg. Es ist dies sein insgesamt zweiter im Weltcup nach jenem im Super-G von Wengen vor acht Tagen. Franzoni gewann als insgesamt vierter Azzurro die Abfahrt auf der Streif nach Dominik Paris (2013, 2017, 2019), Peter Fill (2016) und Kristian Ghedina (1998).Giovanni Franzoni (Bildmitte) gewann die Abfahrt in Kitzbühel – bei seinem erst zweiten Start. © ANSA / ANNA SZILAGYI
Franzoni war überhaupt erst im Dezember in Gröden erstmals auf dem Treppchen gestanden. Nun darf er sich mit 24 Jahren bereits Kitzbühel-Sieger nennen. Damit verhinderte Franzoni gleichzeitig den ersten Sieg von Odermatt, der weiter auf seinen lang ersehnten Triumph in der Abfahrt warten muss. Der zweimalige Super-G-Sieger steht bereits zum vierten Mal auf der Streif auf einem Abfahrts-Stockerl. In Italien wird spätestens jetzt, also kurz vor den Olympischen Spielen in Bormio, ein Hype um Franzoni ausbrechen.
Azzurri bärenstark
Ein hervorragendes Ergebnis aus Sicht der Azzurri rundeten Dominik Paris (7.) und Mattia Casse (11.) ab – damit landeten gleich deren vier in den Top-11. Christof Innerhofer musste sich am Samstag mit Platz 28 zufrieden geben. Abgeschlossen wird das Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel am Sonntag (10.30/13.30), wenn am Ganslernhang noch der Slalom auf dem Programm steht.Profil bearbeiten
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