
Eine Ski-Weltcupsiegerin steht nicht mehr im Kader von Swiss Ski. © AFP / DIMITAR DILKOFF
Nach Rauswurf: Weltcupsiegerin bricht ihr Schweigen
Jahrelang war sie fixer Bestandteil im Weltcup, doch im April folgte die Ausbootung durch ihren Verband. Jetzt hat sich eine Schweizer Speed-Spezialistin emotional zu Wort gemeldet.
04. Juni 2026
Von: det
Ende April hat der Schweizer Skiverband die Kader für die neue Saison bekannt gegeben. Ein Name fehlte allerdings in der Liste: jener von Priska Nufer-Ming. Die 34-Jährige gilt mit 206 Einsätzen in der Ski-Königsklasse als Routinierin, und sie darf sich sogar als Weltcupsiegerin bezeichnen: Im Februar 2022 gelang der Speed-Spezialistin bei der Abfahrt in Crans-Montana ihr erster und einziger Sieg.
Nach einer schwierigen sportlichen Zeit wurde Nufer-Ming für die kommende Saison jedoch nicht mehr berücksichtigt. Wochenlang war es um die Schweizerin still, nun hat sie über Instagram ihr Schweigen gebrochen – und sich mit einem emotionalen Statement zu Wort gemeldet.
2022 gewann Nufer-Ming in Crans-Montana ein Weltcuprennen. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
„Einige Zeit ist vergangen, und seither ist viel passiert“, beginnt der Eintrag von Nufer-Ming. „Seit 2008 war ich Kadermitglied von Swiss Ski. Ende April erhielt ich die Nachricht, dass ich nicht mehr Teil des Kaders bin. Das war ein harter Moment, besonders, weil ich mich zu diesem Zeitpunkt mitten in der Rehabilitation nach meiner Verletzung befand“, so die Schweizerin.
Ziel ist die WM 2027
Am 27. Februar dieses Jahres verletzte sich Nufer-Ming am Knie und musste sich einer Meniskusoperation unterziehen, weshalb ihre Saison frühzeitig beendet war. „Über all die Jahre habe ich die Kaderkriterien erfüllt und mich auf höchstem internationalen Niveau im Weltcup behauptet. Wenn ich auf die vergangenen 18 Jahre zurückblicke, sehe ich nicht Verletzungen oder Rückschläge. Ich sehe unzählige Trainingstage, harte Arbeit, viele Weltcuprennen, Erfolge und Freude, den Willen, immer besser zu werden.“Diesen Willen behält Nufer-Ming auch in der aktuell schwierigen Zeit bei. Ans Aufhören denkt die 34-Jährige nämlich noch nicht. Sie will sich aus eigener Kraft zurückkämpfen. „Für mich war immer klar, dass ich meine Karriere so beende, wie ich sie begonnen habe: gesund und aus eigener Kraft. Ich arbeite jeden Tag daran, stärker zurückzukommen. Der Weg ist herausfordernd, aber die Motivation ist groß“, so Nufer-Ming.
Ihr großes Ziel ist die Qualifikation für die Heim-Weltmeisterschaft 2027 in Crans-Montana. Also dort, wo sie einst ihren größten Erfolg gefeiert hat.
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