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Serie A2: Das Spitzentrio verliert - Kaltern schafft die Sensation

Alex Frei und Co. brachten Mailand zu Fall (Foto  Hansjörg Gruber)

Alex Frei und Co. brachten Mailand zu Fall (Foto Hansjörg Gruber)

10. February 2012, 22:30

Obwohl der Play-off-Zug für Kaltern längst abgefahren ist, haben sie mit einem enormen Kraftakt das Star-Ensemble aus Mailand zu Fall gebracht. Doch dies ist nicht die einzige faustdicke Überraschung des 39. Zweitligaspieltags...


HC Meran Nils – HC Eppan Sparer Gerüste 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)


HC Meran Nils: Charles Corsi (Julian Cimini); Victor Wallin, Jan Mair, Simon Baur, Tommi Leinonen, Andreas Huber, Daniel Valgoi, Philipp Beber; Massimo Ansoldi, Julian Schwienbacher, Daniel Rizzi, Stefan Palla, Jari Löfman, Oliver Schenk, Gunnar Braito, Patrick Cainelli, Thomas Mitterer, Tobias Kofler, Alex Lanz, Daniel Erlacher;
Coach: Doug McKay

HC Eppan Sparer Gerüste: Mark Demetz (Alex Tomasi); David Ceresa, Jonathan Coleman, David Gorfer, Johannes Weger, Chistian Tröger; Peter Campbell, Juha Pekka Loikas, Jan Waldner, Lorenz Röggl, Tobias Ebner, Stefan Unterkofler, Philipp Platter, Hannes Hofer, Fabian Ebner, Alex Rottensteiner, Robert Raffeiner, Philipp Jaitner, Alex Jaitner;
Coach: Jarno Mensonen

Tore: 0:1 Tobias Ebner (12.49), 1:1 Tommi Leinonen (35.45), 2:1 Viktor Wallin (57.41)

Der HC Meran hatte sich am Freitagabend im heimischen Stadion den ersten Punktgewinn gegen den HC Eppan in dieser Saison zum Ziel gesetzt. Dabei mussten die „Adler“ allerdings auf Stocker, Kobler und Turrin verzichten, dafür stand Bauer, Kofler, Lanz und Erlacher von den Broncos Sterzing im Aufgebot. Bei den Gästen fehlten hingegen Eisenstecken und Martini. Beide Teams starteten sehr verlegen in die Begegnung und kreuzten nur selten gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Nach 12.49 Minuten brach Tobias Ebner aber den Bann. Er nutzte eine Überzahlsituation zum 1:0. Die Begegnung verlief allerdings weiter äußerst ausgeglichen, wobei beide Teams sich in erster Linie auf die Defensivarbeit konzentrierten. Bis zum zweiten Treffer mussten die Zuschauer bis zur 36. Minute warten, als Leinonen (ebenfalls im Powerplay) zum 1:1 traf. Nachdem sich beide Teams auch im Schlussdrittel über weite Strecken ebenbürtig waren, nutzte Meran schließlich das vierte Powerplay-Spiel in Folge, um den entscheidenden Treffer zu erzielen. Wallin ließ Torhüter Demetz rund zwei Minuten vor dem Ende keine Abwehrchance.



SV Kaltern Rothoblaas - Hockey Milano Rossoblù 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)


SV Kaltern Rothoblaas: Daniel Morandell (Massimo Camin); Donald Nichols, Felix Oberrauch, Markus Siller, Lukas Schweigkofler, Alex Giovannini, Danny Eliscassis; Raphael Andergassen, Antti Hilden, Alex Frei, Alex Andergassen, Manuel Gamper, Michael Felderer, Thomas Waldthaler, Bastian Andergassen, Benno Obermair, Simon Andergassen;
Coach: Cory Laylin

HC Milano Rossoblù: Pasquale Terrazzano (Mattia Mai); Ryan Constant, Alessandro Re, Kimmo Pikkarainen, Federico Betti, Peter Stimpfl, Francesco Borghi, Niccolò Latin; Peter Klouda, Tommaso Migliore, Edoardo Caletti, Manuel Lo Presti, Peter Wunderer, Daniel Peruzzo, Mirko Migliavacca, Michael Mazzacane, Marcello Borghi, Nicolò Lo Russo;
Coach: Massimo Da Rin

Tore: 0:1 Ryan Constant (1.08), 1:1 Raphael Andergassen (3.41), 2:1 Raphael Andergassen (19.25), 2:2 Peter Wunderer (38.29), 3:2 Alex Andergassen (44.38), 4:2 Raphael Andergassen (49.18)

Kaltern war die klare Außenseiterrolle im Spiel gegen Mailand nicht anzumerken. Obwohl Rainer, Gius, Belcastro und Kapitän Ambach fehlten, boten die „Hechte“ eine starke Leistung und sorgten für die große Überraschung am 39. Spieltag. Zwischen den Pfosten bekam der junge Morandell den Vorzug. Mailand musste hingegen auf die beiden Nationalspieler Lutz und Ansoldi verzichten. Nichtsdestotrotz ging das Spitzenteam aus der Lombardei bereits nach 68 Sekunden durch einen Überzahltreffern von Constant in Führung. Kurze Zeit später war auch der Kalterer Raphael Andergassen im Powerplay erfolgreich. Unmittelbar vor der ersten Drittelsirene war es erneut Kalterns Nummer vier, die die Hausherren erstmals in Führung brachte. Bei Mailand lang insbesondere zu Beginn des zweiten Drittels die Nerven blank, doch die Überetscher konnte eine lange Überzahlsituation nicht in Treffer ummünzen. Und so wurden sie kurz vor der zweiten Pause durch den Ausgleichstreffer von Wunderer bestraft. Im dritten Spielabschnitt setzten die Kalterer jedoch nochmal ungeahnte Kräfte frei und kamen durch Alex und Raphael in Überzahl zwei Mal zum Torerfolg. Anschließend igelten sich die Gastgeber vor dem eigenen Tor ein und ließen die Mailänder vergeblich anlaufen. Der große Überraschungscoup war somit in trockenen Tüchern.



HC Gherdeina - EV Bozen 84 Mirò Dental 6:3 (1:0, 3:2, 2:1)

HC Gherdeina: Florian Grossgasteiger (ab 43.03 Benjamin Saurer); Derek Eastman, Fabrizio Senoner, Mikeol Moroder, Daniel Spinell, Marco Senoner, Davide Caprioli, Gabriel Lang; Jamie Schaafsma, Patrick Wallenberg, Kevin Senoner, Benjamin Kostner, Andreas Wanker, Joel Brugnoli, Gabriel Vinatzer, Luca Vinatzer, Davide Holzknecht, Fabian Costa, Gabriel Senoner;
Coach: Erwin Kostner

EV Bozen Mirò Dental: Martino Valle Da Rin (Federico Tesini); Roland Battisti, Manuel Basso, Matthias Albarello, Daniele Da Ponte, Matteo Lotti; Martin Pircher, Christian Pircher, Franz Josef Plankl, Hannes Hölzl, Thomas Unterfrauner, Philipp Grandi;
Coach: Max Fedrizzi

Tore: 1:0 Patrick Wallenberg (17.40), 1:1 Franz Josef Plankl (25.10), 2:1 Patrick Wallenberg (29.08), 2:2 Philipp Grandi (30.33), 3:2 Patrick Wallenberg (34.53) 4:2 Davide Holzknecht (37.47), 4:3 Josef Riegler (43.04), 5:3 Benjamin Kostner (55.35), 6:3 Jamie Schaafsma (59.21)

Der HC Gherdeina hatte sich im Heimspiel gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten drei Punkte auf die Fahnen geschrieben, um so den vierten Tabellenplatz abzusichern. Dieses Unterfangen mussten die Ladiner ohne Mascarin, Ivan Demetz und Fabio Kostner in Angriff nehmen, während bei den Boznern Widmann, Rolfini und Obexer fehlten. Gröden hatte im ersten Drittel ganz klar das Zepter in der Hand und nutzten nach 17.40 Minuten die dritte Überzahlsituation, um durch Wallenberg mit 1:0 in Führung zu gehen. In den ersten zehn Spielminuten des zweiten Drittels stellten die Gäste den Spielverlauf auf den Kopf und kamen durch Plankl und Grandi zum Torerfolg. Wallenberg hatte die Ladiner zwischenzeitlich wieder mit 2:1 in Führung geschossen. Der überragende Schwede war es auch, der Gröden mit seinem dritten Treffer auf die Siegerstraße führte. Holzknecht erhöhte noch im zweiten Drittel auf 4:2. Im letzten Drittel kam der EVB durch einen Treffer von Riegler zwar nochmal auf 3:4 heran, doch Benjamin Kostner und Schaafsma mit einem Schuss ins leere Tor trieben das Ergebnis schlussendlich doch noch in die Höhe.



HC Pergine Solarplus – HC Neumarkt Riwega 2:1 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)

HC Pergine Solarplus: Günther Hell (Simone Soraperra); Troy Barnes, Per Braxenholm, Lorenzo Casetti, Giulio Bosetti, Daniel Fabris, Fabio Rigoni; Todd Jackson, Michele Bertoldi, Andrea Bertoldi, Fabrizio Fontanive, Manuel Accarino, Alessandro De Polo, Davide Mantovani, Stefano Piva, Alex Tava, Alberto Virzi;
Coach: Marco Liberatore

HC Neumarkt Riwega:  Hannes Pichler (Martin Rizzi); Steve Pellettier, Eric Werner, Manuel Bertignoll, Daniele Delladio, Alexander Sullmann, Kevin Zucal; Domenico Perna, Simone Donati, Markus Simonazzi, David Stricker, Flavio Faggioni, Michele Ciresa, Matteo Peiti, Federico Gilmozzi, Patrick Zambaldi, Hannes Walter, Michael Sulmmann, Dominik Massar;
Coach: Rob Wilson

Tore: 1:0 Lorenzo Casetti (25.19), 1:1 Domenico Perna (55.31), 2:1 Per Braxenholm (64.34)

Pergine erwies sich für den HC Neumarkt auch diesmal als Angstgegner. Dabei traten die Trentiner ohne den überzähligen Ausländer Moren, den gesperrten Meneghini, sowie die angeschlagenen DeToni, Costantino, Reffo und Tombolato an. Dafür setzten sie im Tor auf HC-Bozen-Backup Günther Hell. Der Spitzenreiter konnte aus den Vollen schöpfen. Beide Mannschaft schenkten sich von Beginn an nichts und gingen ein hohes Tempo. Trotz sieben Powerplay-Situationen gingen die Spieler beim Stand von 0:0 in die erste Pause. Im zweiten Drittel war Pergine leicht überlegen und wurde für sein engagiertes Auftreten mit dem Führungstreffer belohnt. Casetti gab Torhüter Pichler nach 25.19 Minuten das Nachsehen. Die Hausherren hatten anschließend zwei Mal die Chance, in Überzahl nachzulegen, doch die Neumarkter Defensive hielt dem Druck stand. Im Schlussabschnitt schalteten beide Teams nochmal einen Gang höher und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die unermüdlich kämpfenden Unterlandler wurden nach 55.31 Minuten durch den Ausgleichstreffer von Perna belohnt. Die Entscheidung musste somit in der Verlängerung herbeigeführt werden – und diese fiel zugunsten von Pergine aus: 26 Sekunden vor dem Ende erlöste Braxenholm die heimischen Fans mit dem 2:1-Siegtreffer.



Serie A2 Škoda – 39. Spieltag – Freitag, 10. Februar

Meran Nils - Eppan Sparer Gerüste 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)
Kaltern Rothoblaas - Hockey Milano Rossoblù 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)
HC Gherdeina - EV Bozen 84 Mirò Dental 6:3 (1:0, 3:2, 2:1)
Pergine Solarplus - Neumarkt Riwega 2:1 n.V. (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)



Die Tabelle der Serie A2 Škoda
 
1. HC Neumarkt Riwega 88 Punkte
2. HC Milano Rossoblù 83
3. Eppan Sparer Gerüste 76
4. HC Gherdeina 64
5. HC Meran Nils 56
6. HC Pergine Solarplus 52
7. SV Kaltern Rothoblaas 33
8. EV Bozen Mirò Dental 16

Alter: 97 Tag(e)