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Der Blick ins Leere: Die Wölfe am Ende der Saison 2018/19. © Foto: Optic Rapid / Grafik: A. Delvai

Rückblick 2019 | Der Pechvogel des Jahres

Berauschende Erfolge, große Überraschungen, herbe Enttäuschungen: Das Jahr 2019 hatte aus Südtiroler Sicht einiges zu bieten. SportNews blickt in einer mehrteiligen Serie auf jene Protagonisten zurück, die das abgelaufene Jahr besonders geprägt haben. Heute an der Reihe: Der Pechvogel des Jahres.

Dieser kann nur HC Pustertal heißen. Die Wölfe haben ihren unrühmlichen Ruf als ewiger Zweiter, als Verlierer im zurückliegenden Kalenderjahr mit voller Wucht bekräftigt. Was in gegnerischen Fanlagern bisweilen mit Hohn und Spott quittiert wird, stellt die Liebe der Eishockeyfans in Bruneck und Umgebung zu ihrem HCP immer wieder auf die Probe. So qualvoll wie 2019 wurde im Rienzstadion allerdings noch nie gelitten, denn das Finale der vergangenen Saison war vor allem eines: extrem tragisch.

In der Best-of-seven-Finalserie gegen Olimpija Ljubljana lag Pustertal bereits mit 3:1 vorne, ehe die Slowenen nochmal zurückschlugen. Besonders bitter: Während Spiel 5 standen die Sektflaschen in Bruneck bereits parat und die Zuschauer bereiteten sich auf die große Meisterparty vor, als Olimpija Sekunden vor Schluss den Ausgleich und wenig später in der Overtime den Sieg fixierte.

Nach einer weiteren Niederlage in Laibach kam es zum alles entscheidende 7. Finalspiel, dem ganz großen Showdown. Der 21. April 2019 sollte ein Tag für die Geschichtsbücher des heimischen Eishockeysports sein. Es wurde aber ein Tag, der für mehr als 2.000 Fans des HC Pustertal im überfüllten Rienzstadion mit einer grenzenlosen Enttäuschung endete. Die Wölfe gaben in den Schlussminuten wieder eine Führung aus der Hand, verloren schließlich mit 1:3 und mussten mit ansehen, wie Olimpija im eigenen Wohnzimmer die Trophäe in die Höhe stemmte.

Colin Furlong & Co. warfen alles in die Waagschale, am Ende jubelte aber der Gegner. © I. Foppa/Optic Rapid


Es klingt unglaublich, ist aber so: Seit der Vereinsgründung im fernen Jahr 1954 hat der EV Bruneck bzw. HC Pustertal noch nie einen Meistertitel gewonnen (Serie B ausgenommen). Der Grund dafür mag im Gesamtaspekt zwar am eigenen Unvermögen liegen, die Art und Weise aber, wie den Bruneckern im vergangenen April der Titel aus den Händen gerissen wurde, ist schlichtweg nur unglücklich. Für die SportNews-Redakteure ist der HC Pustertal deshalb der große Pechvogel des Jahres.
Die bisherigen Teile unserer Serie:
Newcomer des Jahres: Jannik Sinner
Mannschaft des Jahres: SSV Bozen Handball

Autor: fop

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