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Der HC Gröden ist mehr denn je auf die Unterstützung seiner Fans angeweisen. © Matthäus Kostner

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Der HC Gröden ist mehr denn je auf die Unterstützung seiner Fans angeweisen. © Matthäus Kostner

Der HC Gröden schlägt Alarm: „Wir brauchen jede Hilfe“

Der Hockey Club Gherdëina ist einer der ältesten Eishockeyvereine Italiens und zugleich einer der erfolgreichsten. Das letzte Highlight: der sensationelle Meistertitel in der Alps Hockey League am 18. April dieses Jahres. Doch gerade dieser Erfolg kommt den Furie jetzt teuer zu stehen.

Alexander Foppa

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Alexander Foppa

Mit einer Wahnsinns-Euphorie hat sich der HC Gherdëina im Frühjahr zum Titelgewinn treiben lassen, direkt im Anschluss hat man mit den Planungen für die kommende Saison begonnen. „Unser Kader steht bereits“, sagt Vereinspräsident Walter Ploner. Alles im Lot also? Mitnichten!


Den Grödner Traditionsverein, der 1927 gegründet wurde, drückt ein Schuldenberg. Bereits seit Jahren schiebt der Klub kleinere Altlasten vor sich her – und diese sind ausgerechnet in der Meistersaison nochmal ordentlich angewachsen. „Wir hatten Kosten in der Höhe von rund einer Million Euro, eingenommen haben wir aber nur rund 900.000 Euro. Da kann sich jeder ausrechnen, wie groß das Loch ist“, verrät Ploner.

Der Meistertitel in der AlpsHL wurde ausgiebig gefeiert, riss aber auch ein Loch in die Kassen.

Der Meistertitel in der AlpsHL wurde ausgiebig gefeiert, riss aber auch ein Loch in die Kassen.


Doch wie kann das sein, in einer sportlich so erfolgreichen Saison? Simpel erklärt: Durch die langen Playoffs fielen mehr Reisekosten an, aufgrund der Erfolge mussten hohe Spielerprämien ausbezahlt werden und dann tauschte man während der Saison auch noch den Trainer und eine Legionärsposition aus. Die finanzielle Situation belastet den Klubpräsidenten, der am Ende seiner Amtszeit im kommenden Frühjahr eigentlich bereit wäre, nach acht Jahren etwas kürzerzutreten. „Aber so kann und werde ich den Verein nicht übergeben.“
„Wir appellieren ans ganze Tal: Kommt in die HCG-Familie“ Präsident Walter Ploner

Was nun also? Ploner und seine Mitstreiter blasen keinesfalls Trübsal, im Gegenteil: Es geht nun darum, gemeinsam anzupacken, den Klub breiter aufzustellen. „Wir appellieren ans ganze Tal: Kommt in die HCG-Familie – egal ob als Sponsor, Gönner, freiwilliger Helfer, Abonnent oder einfach nur als Käufer eins Fan-Shirts!“ In erster Linie werde man unnötige Kosten reduzieren, die Spielerprämien ordentlich zurückkurbeln, beim Drumherum einsparen.

Mit neuem Logo und neuen Dressen: Kapitän Simon Pitschieler (Mitte) und seine Mitspieler starten in die Saisonvorbereitung.

Mit neuem Logo und neuen Dressen: Kapitän Simon Pitschieler (Mitte) und seine Mitspieler starten in die Saisonvorbereitung.


Ploner rechnet mit einem Augenzwinkern vor: „Wir hatten in der Finalserie gegen Meran an die 2400 Zuschauer in der Halle, wenn jede dieser Personen dem Verein 100 Euro beisteuern würden, wären wir saniert.“ Was er sagen will: Ein kleiner Beitrag von all jenen, die sich für das Grödner Eishockey interessieren, wäre von großem Wert.

Das Jugend-Eishockey boomt

Und eines ist klar: Gerade jetzt interessieren sich ganz viele Grödner für ihren HCG. Die vergangenen Monate hat der Verein unzählige Fans und auch viele helfende Hände hinzugewonnen. „Und was mich besonders freut“, so Ploner, „ist die Erkenntnis, dass diesen Sommer so viele Kinder zu uns kommen und mit dem Eishockey beginnen wollen, wie lange nicht mehr.“

Um die Zukunft braucht sich der HCG also nicht fürchten. Es muss jetzt aber auch der finanzielle Rahmen geschaffen werden, um den Verein solide aufzustellen. Immerhin wird der HC Gherdëina demnächst hundert Jahre alt. Und gerade in St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein gilt mehr als anderswo: Tradition verpflichtet.

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