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Eine Traumkulisse bei der Mannschaftsvorstellung des HCG. © robinbernardi.it

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Eine Traumkulisse bei der Mannschaftsvorstellung des HCG. © robinbernardi.it

„Eine Familie bilden“: Der Titelverteidiger ist startklar

Atemberaubende Aussichten, ausgelassene Stimmung und ein spürbar gestiegenes Selbstvertrauen prägten am Sonntag die Mannschaftsvorstellung des HC Gherdëina auf dem Grödner Joch.

Fünf Monate nach dem überraschendsten Titelgewinn im heimischen Eishockey seit der Jahrtausendwende lud der HC Gherdëina am Sonntag auf dem neu eröffneten Hospiz auf dem Grödner Joch zur Mannschaftsvorstellung. Bei strahlendem Sonnenschein gab sich der amtierende Meister der Alps Hockey League (AlpsHL) selbstsicher und zugleich realistisch: Die Furie wollen auch in der kommenden Saison vorne mitmischen, sind sich jedoch dessen bewusst, dass die Trauben der Titelverteidigung hoch hängen.


„Die letzte Saison hat allen Energie verliehen – dem Vorstand, den Fans und den Spielern“, sagte Walter Ploner am Fuße des Sellastocks. „Ich habe gesehen, wie die Spieler im Sommer noch härter trainiert haben, jetzt noch motivierter sind.“ Der Erfolgshunger sei geweckt, deshalb wolle man auch heuer wieder eine gute Rolle in der AlpsHL spielen. „Das Ziel sind wie immer die Playoffs, denn danach ist alles möglich – wie man letzte Saison gesehen hat. Aber ich wünsche mir, dass wir konstanter auftreten, nicht bis zum Schluss zittern müssen und wieder viele Fans ins Pranives locken können. Sie sind unser sechster Mann.“ Knapp 30.000 Anhänger durchquerten in der letzten Saison die Drehkreuze.

Der Präsident des HCG: Walter Ploner © robinbernardi.it

Der Präsident des HCG: Walter Ploner © robinbernardi.it


Sportdirektor Joel Brugnoli hat es über den Sommer geschafft, den Stamm der Mannschaft beisammenzuhalten. Dennoch mussten die Furie schmerzhafte Abgänge verkraften – wie jenen des Stargoalies Claes Endre oder die der Italo-Kanadier Luke Moncada (HC Pustertal) und Carmine Buono (HC Bozen). „Ich bin glücklich, dass 80 Prozent des Teams verlängert hat“, betonte Headcoach Marcel Skokan, der nach dem Meistertitel bestätigt wurde. „Natürlich sind ein paar gute Spieler weg, aber ich bin sehr froh mit den Neuzugängen. Wir wollen weiterhin schönes, attraktives Eishockey bieten. Das Wichtige ist, dass wir wieder eine Einheit werden, eine kleine Familie bilden.“

Dieser Satz wird auf dem Grödner Joch immer wieder wiederholt. Auch Vlastimil Dostalek, der in den letzten Playoffs zum Topscorer avancierte, spricht davon. „Das war ein wichtiger Schlüssel zum Meisterschaftsgewinn“, erklärte der Tscheche.

Plötzlich ist der HCG der Gejagte

Mit den gestiegenen Erwartungen wissen die Furie unterdessen umzugehen. „Die letzte Saison war außergewöhnlich. In diesem Jahr wird alles neu, weil wir die Gejagten sind“, sagte Kapitän Simon Pitschieler. „Wir haben bewiesen, dass wir gut spielen und gewinnen können. Die Entwicklung, die wir im Vorjahr begonnen haben, wollen wir jetzt fortsetzen.“ Er hat sein Auge auf die Italienmeisterschaft gerichtet, in der der HCG zuletzt nie eine Hauptrolle spielte. Das soll sich – wenn es nach dem 28-Jährigen geht – in diesem Jahr ändern.

Simon Pitschieler visiert mit dem HCG die Italienmeisterschaft an. © robinbernardi.it

Simon Pitschieler visiert mit dem HCG die Italienmeisterschaft an. © robinbernardi.it


Wichtiger als Titelgewinne ist in Gröden jedoch etwas anderes: die im letzten Jahr entfachte Euphorie nicht wieder abflachen zu lassen. Der Abo-Verkauf sei gut angelaufen, deshalb blicke man positiv in die Zukunft. Zumal die letzte, historische Saison ein beträchtliches Loch in die Mannschaftskasse gerissen hat. „Wir brauchen die Unterstützung der Fans – so wie bei den Finalspielen im letzten Jahr. Nicht nur in guten, sondern vor allem in Zeiten, in denen es nicht wie gewünscht läuft“, lautet der abschließende Appell von Skokan.

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