
Volle Stadien erhofft sich die AlpsHL auch in der nächsten Saison. © matthaeus kostner | www.kostner.
Feuer frei: Die AlpsHL startet in ihre 11. Saison
Das Warten hat ein Ende: Auf den Tag genau fünf Monate nach dem Titelgewinn des HC Gherdëina flitzt der Puck in der Alps Hockey League (AlpsHL) wieder übers Eis. Vor dem Saisonstart am Samstag lud die internationale Liga am Mittwoch zur Pressekonferenz.
16. September 2026
Von:
Leo Holzknecht
In ihrer elfjährigen Geschichte zeichnete sich die AlpsHL vor allem durch eine Eigenschaft aus: Stabilität. Trotz des Wegfalls namhafter Vereine im Laufe der Jahre steht die multinationale Meisterschaft auf einem gesunden Fundament. Das schätzen vor allem die heimischen Teams, da vor dem Bestehen der AlpsHL Ungewissheit das Tagesgeschehen prägte.
Auch in der neuen Saison gehen die Rittner Buam, die Wipptal Broncos, die Unterland Cavaliers, der HC Meran und der HC Gherdëina auf Titeljagd. Letztere zwei Mannschaften sorgten im letzten Frühling für das erste rein Südtiroler Finale in der AlpsHL-Geschichte, das die Furie mit 4:0 für sich entschieden. „Es sind inzwischen ein paar Monate vergangen, aber es fühlt sich immer noch unwirklich an, was wir erreicht haben“, sagte HCG-Kapitän Simon Pitschieler im Rahmen der Pressekonferenz. „Man arbeitet so lange für das. Wenn man sich letztendlich zum Champion küren kann, ist das ein sehr spezielles Gefühl.“
Simon Pitschieler, Kapitän der Furie. © matthaeus kostner | www.kostner.
An der Ausgangslage für die neue Saison habe der Titel nichts verändert. „Von außen mag es nach einer neuen Rolle aussehen, aber wir sehen uns selbst nicht als Favoriten oder Gejagte an. Wir wissen, wie wir die Saison angehen wollen, müssen erneut hart arbeiten und zu unserem Spiel finden. Die Euphorie des Titelgewinns, die wir im ganzen Tal gespürt haben, wollen wir in der neuen Saison konservieren.“
Meran will wieder vorne mitmischen
Brayden Sherbinin, Verteidiger des HC Meran, kommentierte: „Wir sind stolz, was wir als Team erreicht haben. Nachdem wir zu Weihnachten den Turnaround eingeleitet haben, waren wir wie ein nicht aufzuhaltender Zug. Diese Kameradschaft innerhalb der Kabine müssen wir auch heuer wieder schaffen. Ich persönlich will dabei helfen, unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln und eine positive Stimmung schaffen. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Den entscheidenden Unterschied macht der Glaube aus.“Der HC Meran greift wieder an. © matthaeus kostner | www.kostner.
Liga-Präsident Nicolas Stockhammer zog unterdessen eine positive Bilanz. Über 280.000 Fans besuchten im Vorjahr die Spiele der AlpsHL. Ein Durchschnitt von 884 Zusehern pro Partie bedeutete einen neuen Rekord. „Wir haben eine aufregende Saison hinter uns. Die Dichte in der Liga und der Umstand, dass jeder Verein gewinnen kann, macht sie für alle außergewöhnlich attraktiv. Der internationale Charakter ist unsere DNA und unterscheidet uns von vergleichbaren Ligen in Europa. Die Alpenregion ist längst zu einem Eishockey-Hotspot geworden.“
Auch Commissioner Michael Suttnig war voll des Lobes. „Der Reiz einer Liga beruht auf Ausgeglichenheit. So standen im Vorjahr zwei Teams im Finale, die zuvor nur wenige auf der Rechnung hatten. Das motiviert jeden Verein, denn es zeigt, was alles möglich ist.“ Fest steht: Vor dem ersten Bully am Samstag ist alles angerichtet für ein weiteres hochklassiges Kapitel in der AlpsHL-Geschichte.
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