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Unglaubliches Eigentor: Fauxpas von Gröden-Stürmer

Das Duell zwischen den Wipptal Broncos und dem HC Gherdëina endete mit einem turbulenten 6:5-Sieg nach Penaltyschießen der Wildpferde. Für Gesprächsstoff sorgte nicht nur der vogelwilde Spielverlauf, sondern auch ein äußerst unglückliches Eigentor (ab Minute 1:48).

Vlastimil Dostalek hatte großen Anteil am letztjährigen Titelgewinn der Furie. Im Dezember verpflichtet, avancierte der Tscheche mit 42 Punkten in 35 Partien zum Schlüsselspieler des HCG. In den Playoffs war Dostalek mit 13 erzielten Toren der treffsicherste Akteur der ganzen Liga. Ausgerechnet er wurde am Donnerstagabend in Sterzing zur tragischen Figur.


Als zu Beginn des zweiten Drittels eine Strafe gegen Damiano Tirelli angezeigt war, verließ Torhüter Cody Porter für einen zusätzlichen Feldspieler das Eis. Dies ist im Normalfall ein sicherer Schachzug, da die Unparteiischen das Spiel abpfeifen, sobald ein gegnerischer Spieler an den Puck kommt. Was jedoch danach folgte, ließ viele Fans ungläubig zurück.

Kein Einzelfall

Dostalek wollte einen Rückpass auf seinen Verteidiger spielen, um das Spiel neu aufzubauen. Dieser Versuch misslang jedoch vollkommen, sodass der Puck ins verwaiste Grödner Tor kullerte. Nervenentbrannt und sichtlich bedient zerstückelte Dostalek anschließend sein Spielgerät. Immerhin: Noch im gleichen Drittel machte der Angreifer seinen Fehler wieder gut, als er zum zwischenzeitlichen 4:5 verkürzte.

© Robin Bernardi

© Robin Bernardi


Zwar sind solche Eigentore höchst selten, jedoch gab es in der Vergangenheit immer wieder Beispiele dieser Art: Bei der Weltmeisterschaft 2017 schob Alexander Egger nach einem Verstolperer den Puck über die eigene Torlinie. NHL-Superstar Patrick Kane geschah dasselbe Missgeschick im Jahr 2014 – damals traf er sogar von der gegnerischen Torlinie ins eigene Gehäuse.

Übrigens: Weil es im Eishockey auf dem Papier keine Eigentore gibt, wurde der Treffer Mattia Covelli zugewiesen, der als letzter Wipptaler Spieler den Puck berührt hatte.

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