
Der HC Meran und die Unterland Cavaliers kamen noch nicht in Tritt. © HC Meran
Zwischenfazit | Südtiroler Teams hinken hinterher
In der Regular Season der Alps-HL wurde bereits mehr als die Hälfte aller Partien absolviert. Seit der zweiten Dezemberwoche befinden sich die Teams der länderübergreifenden Meisterschaft in einer Pause. SportNews nutzt dies für ein Zwischenfazit der fünf Südtiroler Vertreter.
11. Dezember 2025
Von: kei
Dieses Jahr startet die Alps Hockey League in ihre bereits 10. Austragung. In den ersten Jahren spielten die Teams aus dem Stiefelstaat dabei immer eine tragende Rolle und holten sich mehrmals den Titel. Über die Jahre hinweg holten die Teams aus Österreich jedoch immer mehr auf und verringerten den Abstand zu den Top-Teams aus Italien. In der abgelaufenen Meisterschaft gelang es erstmals keinem italienischen Team, in das Finale einzuziehen.
Dieser Trend setzt sich auch in der laufenden Saison fort. Während die Vertreter aus Österreich und Kroatien von der Tabellenspitze grüßen, hinken die Mannschaften aus Italien und speziell jene aus Südtirol hinterher.
Kein Team in den Top-5
In der Vergangenheit war es eine Selbstverständlichkeit, dass zumindest ein Team aus Südtirol den Einzug in die Masterround, somit auch den Playoffs, schaffte. In der Saison 2025/26 besteht die Möglichkeit, dass sich dies erstmals ändern könnte. Mit den Rittner Buam steht das erfolgreichste Team aus der Provinz Bozen nämlich nur auf dem sechsten Tabellenplatz.Das Team aus Klobenstein zeigte in den heimischen vier Wänden stets ordentliche Leistungen und steht in der reinen Heim-Tabelle auf dem vierten Platz. Ganz anders sieht das jedoch bei den Spielen in der Ferne aus. In zehn Partien verließen die Jungs von Headcoach Dave MacQueen lediglich zwei Mal das Eis als Sieger. Wollen die Rittner noch unter die ersten Fünf kommen, müssen sie ihre Auswärtsschwäche sehr schnell abstellen. In den verbleibenden 14 Partien müssen die Buam nämlich noch acht Mal in der Ferne antreten.
Paul Eisendle & Co. befinden sich im Aufwärtstrend © Oskar Brunner
Auch die Wipptal Broncos müssen sich in den kommenden Wochen ordentlich strecken, wenn sie noch den Einzug in die Masterround erreichen wollen. Nach einem tollen Start in die Saison brachen die Wildpferde im Oktober völlig ein und kassierten zwischendurch acht Niederlagen in Folge! Als Konsequenz wurden die Wipptaler in der Tabelle einmal komplett durchgereicht. Zuletzt ging es im Norden Südtirols jedoch wieder bergauf und das Team um Kapitän Paul Eisendle feierte vier Siege aus den fünf jüngsten Begegnungen.
Im Tabellenkeller spricht man „Südtirolerisch“
Noch schlechter sieht es beim HC Gröden aus. Die Ladiner erlebten zwar einen positiven Start in die Saison, brachen dann allerdings ähnlich wie die Wildpferde völlig ein und belegen aktuell den 10. Tabellenrang. Vor allem die Defensivreihen und Torhüter Paul Hofer enttäuschten immer wieder und blieben hinter den Erwartungen. Mit 78 Gegentreffern kassierte der HCG so viele wie kein anderes Team der Alps-HL. Obwohl Torhüter Matthias Rindone bisher eine solide Leistung zeigte (91,0 % Savequote), kommt sein Mitkonkurrent Pauli Hofer noch nicht auf Touren. In der liagainternen Statistik belegt der 24-Jährige abgeschlagen den letzten Tabellenplatz.Der HCG ist weiterhin auf der Suche nach der Konstanz © Mattheus Kostner / matthaeus kostner
Ganz am Ende der Tabelle finden sich hingegen die beiden Teams aus Meran und dem Unterland wieder. Während der HC Meran noch Kontakt zu den Teams vor ihnen hält, liegen die Unterland Cavaliers abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz mit bereits 10 Punkten Rückstand auf die Adler. Für beide Mannschaften wird es in den verbleibenden Spielen der Vorrunde nur noch um eine möglichst gute Ausgangssituation für die Zwischenrunde gehen.
Obwohl der aktuelle Modus der Alps Hockey League vor allem den schwächeren Teams zur Hilfe kommt und nahezu allen Teams bis kurz vor Schluss die Möglichkeit auf den Einzug in das Viertelfinale ermöglicht, steht eines fest: Die Südtiroler Teams müssen einen Gang zulegen.
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