
In Bozen wurden die Milano Hockey Finals präsentiert. © Max Pattis
Arena-Sorgen bleiben, doch die Euphorie überwiegt
An diesem Wochenende werden in der neu errichteten Santa-Giulia-Arena in Mailand der neue Italienmeister und Pokalsieger im italienischen Eishockey ermittelt. Vorgestellt wurde das Event – genauso wie die U18-Weltmeisterschaft der Damen – am Montag im Bozner WaltherPark.
05. Januar 2026
Von:
Leo Holzknecht
Vom 9. bis 11. Jänner blicken viele Eishockey-Begeisterte gespannt nach Mailand. Einerseits bringt der sportliche Aspekt viel Spannung, wird doch der 92. Italienmeister sowie der 30. Italienpokalsieger gekürt. Andererseits weihen die acht Teams, die sich für die Endphase qualifiziert haben, die nigelnagelneue Santa-Giulia-Arena ein. Diese ist – ein Monat vor den Olympischen Spielen – noch nicht vollendet, aber bereit, Schauplatz für die sogenannten „Milano Hockey Finals“ zu werden.
Nach den Debatten der letzten Monate, in denen Zweifel an der rechtzeitigen Fertigstellung der Arena erhoben wurden, ist das Interesse an diesem Testevent zusätzlich angestiegen. Ein Update zum Stand der Bauarbeiten gab es am Montag in Bozen nicht. FISG-Vizepräsident Thomas Rottensteiner sagte lediglich: „Es hat sehr viele Diskussionen um das Stadion gegeben. Jetzt sind sie dabei, es fertigzustellen. Wir sind sehr stolz darauf, dieses Event erfolgreich auf die Beine gestellt zu haben. Es war kein einfacher Weg, doch umso glücklicher sind wir, den Scudetto und die Coppa Italia in einem so bedeutenden Rahmen vergeben zu können.“
Ein einmaliges Event
Lässt man die Stadionfrage außen vor, stellt das Event, wie FISG-Vorstandsmitglied Marcello Cobelli betonte, „eine einmalige Chance“ für den Eishockeysport in Italien dar. „Wir sind überzeugt, dass die teilnehmenden Mannschaften attraktiven Sport bieten und dazu beitragen werden, Eishockey im Stiefelstaat noch bekannter zu machen“, so Cobelli.Von links, Simon Kostner (Rittner Buam), Filippo Pompanin (SG Cortina), Paul Eisendle (Wipptal Broncos) und Gregorio Gios (HC Asiago). © Max Pattis
Auf SportNews-Nachfrage, wonach die Titel auch in Zukunft in einem solchen Rahmen vergeben werden könnten, betonte Cobelli: „Ich würde es mir wünschen, da es ein Eishockey-Fest wäre. Leider denke ich, dass es eine einmalige Sache sein wird. Es ist schlicht sehr schwer, ein Event dieser Größe in einem Stadion zu organisieren, während die Saison in vollem Gange ist. Schließlich spricht man bei acht Mannschaften von 300 Spielern, Trainern, Betreuern und Verantwortlichen.“ Außerdem sagte Cobelli, dass Stand jetzt über 5.000 Tickets an den Mann gebracht wurden. Eine Bilanz, die sich angesichts der weiten Anreise für viele Teams sehen lassen kann.
Anwesend waren aber nicht nur FISG-Funktionäre, sondern auch vier Spieler der teilnehmenden AlpsHL-Mannschaften: Simon Kostner (Rittner Buam), Paul Eisendle (Wipptal Broncos), Filippo Pompanin (SG Cortina) und Gregorio Gios (HC Asiago). „In den letzten Wochen war bei uns ein Aufwärtstrend zu erkennen. Wir wollen das Niveau hochhalten, denn mit den Broncos erwartet uns im Halbfinale ein schwerer Gegner“, sagte Kostner. „Für uns alle ist es etwas Besonderes“, meinte hingegen Eisendle. „Wir strotzen vor Selbstvertrauen und haben zuletzt gute Auftritte gezeigt, dank denen wir vorbereitet nach Mailand fahren.“
Milano Hockey Finals, das Programm:
Freitag, 9. Jänner:SV Kaltern – Varese (20 Uhr)
Samstag, 10. Jänner:
Alleghe – HC Eppan (11 Uhr)
HC Asiago – SG Cortina (15.30 Uhr)
Rittner Buam – Wipptal Broncos (20 Uhr)
Sonntag, 11. Jänner:
Spiel um Platz drei in der Serie A (11 Uhr)
Finale Italienpokal (15.30 Uhr)
Finale Italienmeisterschaft (20 Uhr)
Profil bearbeiten
Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

Kommentare (0)