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Die Rittner Buam haben Großes geleistet. © FISG/Max Pattis

Asiago setzt dem Rittner Märchen ein Ende

Trotz des Kampfes, trotz des Einsatzes hat es am Ende nicht gereicht: Die Rittner Buam mussten sich im entscheidenden Spiel der Best-of-Three-Serie Asiago geschlagen geben.

Den Buam stand im altehrwürdigen Hodegart eine Herkulesaufgabe vor der Brust – und das aus mehreren Gründen: Zum einen musste Ritten erneut ohne den verletzten Dan Tudin auskommen, zum anderen ist Asiago im eigenen Stadion eine Macht. Dass die letzte Heimniederlage aus dem November datiert, untermauert dies. Am Samstag bekam die Heiskanen-Truppe eine bittere Kostprobe davon und unterlag 1:5.


Den eigenen Stärken vertrauend starteten die Südtiroler ins alles entscheidende Match der Best-of-Three-Serie. Und schon nach anderthalb Minuten hatten sie durch Simon Kostner die große Chance, in Führung zu gehen. Beim Alleingang blieb Gianluca Vallini im Asiago-Tor jedoch Sieger. Nicht nur aufgrund dieser Möglichkeit ähnelte die Partie stark jener in Klobenstein: Die Stellati gestalteten das Spiel, Ritten verteidigte und konterte gekonnt. Ein Beispiel? Julian Kostner und Stefan Quinz spielten eine 2-auf-1-Situation mustergültig zu Ende, lediglich die Präzision im Abschluss fehlte. Die verpassten Chancen bestrafte Asiago mit einem Treffer aus dem Nichts: 30 Sekunden vor Drittelende nahm Marco Magnabosco Hannes Treibenreif die Sicht, sodass dieser gegen den platzierten Schuss von Enrico Miglioranzi nichts ausrichten konnte – 1:0.

Marco Marzolini & Co. mussten die Überlegenheit Asiagos anerkennen. © FISG/Max Pattis


Im zweiten Abschnitt flachte die Intensität ab, wodurch sich Räume für beide Mannschaften öffneten. Das verschaffte den technisch versierteren Spielern die Möglichkeiten, ihre Qualitäten auszuspielen. Wie etwa Alex Frei, der Radovan Gabri austanzte und Treibenreif mit einem nicht unhaltbaren Backhandschuss das Nachsehen gab (22.). Es war das erste Tor in der Final-Serie für den langjährigen Buam-Crack. Das 2:0 verlieh den Gastgebern Aufwind, die nun das Spiel endgültig entscheiden wollten und dies dank Steven McParland auch schafften. Ein strammer Schuss ins lange Eck besorgte das 3:0 (27.). Wer nun glaubte, dass die Buam sich aufgeben würden, sah sich getäuscht. Sie stemmten sich gegen die Niederlage, wollten nichts unversucht lassen – und erzielten durch einen Geniestreich von MacGregor Sharp den Anschlusstreffer (35).
Asiago gewinnt siebten Titel
Die Hoffnung, die durch diesen Treffer aufgekeimt war, wurde jedoch schnell wieder zunichte gemacht: Kaum hatte das dritte Drittel begonnen, da schrammte zunächst Marek Vankus am 4:1 vorbei, ehe wenige Sekunden später Davide Dal Sasso mit einem Sonntagsschuss dafür sorgte, dass Asiago seinen siebten Scudetto in der Vereinsgeschichte gewann. Denn der Tank der Südtiroler war nun endgültig leer, was bei den Strapazen der letzten Wochen und den Verletzungen nur allzu verständlich war. Daniel Mantenuto fixierte das 5:1-Endergebnis. Die Buam können das Hochplateau dennoch erhobenen Hauptes verlassen.
Italienmeisterschaft:
Asiago – Rittner Buam 5:1
Tore: 1:0 Miglioranzi (19.32), 2:0 Frei (21.51), 3:0 McParland (26.48), 3:1 Sharp (34.39), 4:1 Dal Sasso (41.35), 5:1 Mantenuto (47.32)

Autor: leo

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