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In der CHL hui, in der EBEL pfui. Der HCB findet nicht in die Spur.

Beim HC Bozen kriselt es - Eine Analyse

Dass es im Jahr eins nach dem EBEL-Triumph schwierige Phasen geben würde, war allen Beteiligten von Beginn an klar. Nun aber schrillen bereits nach sechs Spieltagen die Alarmglocken. Zwei Heimniederlagen binnen zwei Tage sorgen dafür, dass der HC Bozen tief im Tabellenkeller festsitzt. Die Gründe für den Negativtrend sind vielfältig.


Die Verteidigung


Die Foxes offenbaren besonders im Spielaufbau und der Befreiung aus dem eigenen Drittel große Probleme. Torhüter Hübl wird insbesondere von den neu verpflichteten Galvins, Lee, McMonagle und Crowley häufig im Stich gelassen. Ihnen fehlt es in entscheidenden Momenten bisweilen an Persönlichkeit und nötiger Härte. Der Ausfall des soliden Hofer wog in den vergangenen Wochen schwer. Bei dieser Defensive sticht Kapitän Egger mit seiner Qualität deutlich hervor. Er alleine kann das Fehlen der abgewanderten und torgefährlichen Pichè und Nicoletti aber nicht kompensieren.


"Special Teams"


Das Überzahlspiel des Meisters ist mit einer Erfolgsquote von 8,70 % das bis dato schlechteste der gesamten Liga. Doch damit nicht genug, denn auch das Penalty Killing lässt mit 66,67 % arg zu wünschen übrig. Hier wiegt es besonders schwer, dass sich die Simioni-Schützlinge immer wieder zu leichtfertigen Strafen hinreißen lassen. So etwa mussten sie gegen Znojmo drei von vier Gegentreffern in Unterzahl hinnehmen.


Die Offensiv-Stars


Der HC Bozen verbuchte in sechs Ligaspielen gerade einmal acht Treffer. Kein anderes Team war vor dem gegnerischen Tor bislang harmloser. Insbesondere die Ausbeute der ersten Linie um Cullen, Nesbitt und Keller (1 Tor) ist deutlich zu wenig. Sie harmonieren genauso wenig, wie der zweite Angriffsblock mit Gander, Pance und Bernard. Hier besteht dringend Handlungsbedarf.


Die Zuschauer

Wären da nicht die pausenlosen Gesänge der Fankurve, die durch das weite Rund der Eiswelle hallen, man möchte meinen, von der EBEL-Euphorie ist in Bozen nichts mehr übrig geblieben. Zum ersten Heimspiel gegen Villach kamen noch knapp 1500 Zuschauer, doch am Samstag verirrten sich gerade einmal 1114Fans in die Galvani-Straße. Ein Negativrekord für den HCB. Auch wenn der Saisonstart dürftig war, die Weiß-Roten hätten sich deutlich mehr Zuspruch verdient. Vielmehr: Sie hätten ihn bitter nötig.


Autor: sportnews

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