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Max Oberrauch, Massimo Carozza und Brett Perlini fanden nicht das richtige Rezept. © Optic Rapid/I. Foppa

Buam stürzen Wölfe ins Tal der Tränen

Die Rittner Buam haben am Samstagabend dank einer heroischen Leistung das Finale der Italienmeisterschaft erreicht und gleichzeitig den großen Traum des HC Pustertal zerstört.

Die Rollen waren vor dem Beginn der Best-of-Three-Serie klar verteilt: Der nach seinem ersten Italienmeistertitel lechzende HC Pustertal hatte die Favoritenstellung inne, während die Buam nur überraschen konnten. Trotz oder gerade wegen dieser Ausgangslage entwickelte sich ein Kampf auf Augenhöhe, der im alles entscheidenden dritten Spiel im Rienzstadion seinen Höhepunkt fand. In diesem setzten sich die Buam knapp mit 3:2 durch und zogen so ins Finale ein.


Vor der Begegnung war der HC Pustertal mit zwei schlechten Nachrichten konfrontiert: Die eine betraf Bryson Cianfrone, der nach einem Zusammenprall mit Stefan Quinz am Donnerstag wohl lange ausfallen wird. Die andere galt Ritten-Stürmer MacGregor Sharp, der erstmals in dieser Halbfinal-Serie zum Einsatz kam.

Buam mit Blitzstart
Ungeachtet dessen begannen die Wölfe engagiert, sie feuerten erste Warnschüsse ab, gerieten allerdings früh in Rückstand. Davide Conci vertändelte auf der gegnerischen blauen Linie den Puck, wovon Stefan Quinz profitierte. Der 23-Jährige prüfte Colin Furlong und sah, wie sein Linienpartner Julian Kostner keine Mühe hatte, den Rebound nach anderthalb Minuten im Tor zu versenken. Die Wölfe reagierten sofort, drängten die Buam in deren Zone, blieben aber (zunächst) am starken Hannes Treibenreif hängen. Letzterer entschärfte nicht nur zahlreiche hundertprozentige HCP-Chancen, sondern auch einen Perlini-Penalty.

Überhaupt ist das, was der 23-jährige Schlussmann in seiner ersten Saison als Stammgoalie leistet schlichtweg beeindruckend. Irgendwann wurde der Druck aber selbst für ihn zu groß: Die Wölfe schnürten sich minutenlang in die Offensivzone ein, bis der Puck zu Raphael Andergassen kam, der den am Boden liegenden Treibenreif zum 1:1-Pausenstand bezwang.

In überragender Form: Hannes Treibenreif © Optic Rapid/I. Foppa


Dass der Tank des HCP an diesem Abend voller als jener der Buam war, kam in den zweiten 20 Minuten zum Vorschein: Yuri Cristellon, Brett Perlini, Massimo Carozza oder Andergassen hätten die Wölfe in Führung schießen müssen, was aufgrund des eigenen Unvermögens jedoch nicht gelang. Stattdessen bewiesen die Buam große Kaltschnäuzigkeit, als der von Julian Kostner in Szene gesetzte Marco Marzolini Furlong am kurzen Pfosten erwischte. Ein Treffer, der den Spielverlauf nicht widerspiegelte, die Qualitäten der Gäste jedoch knallhart aufzeigte – 2:1 hieß es nach 40 Minuten.
Spinell avanciert zum Matchwinner
Das ließen die Schwarzgelben nicht auf sich sitzen und stellten im Schlussabschnitt sofort klar, dass die Messe noch längst nicht gelesen ist. Mit einem schnell vorgeführten Konter über Simon Berger erzielte Ivan Althuber den überaus verdienten Ausgleich. Anschließend blieben die Gastgeber die bessere Mannschaft, wenngleich die großen Chancen nun ausblieben. Und die Buam? Sie setzten Nadelstiche – und brachten sich fünf Minuten vor dem Ende tatsächlich erneut in Führung: Lasse Uusivirta lancierte Markus Spinell, der alleine auf Furlong zustürmte und diesen mit einem Schlagschuss aus kurzer Entfernung bezwang. Der HCP ersetzte zwar danach seinen Goalie mit einem zusätzlichen Feldspieler, gegen den überragenden Treibenreif und der kompakten Buam-Defensive gab es jedoch kein Durchkommen.

Somit spielen die Rittner Buam gegen Asiago um den Italienmeistertitel, während der HCP diese Enttäuschung verdauen muss. Angesichts der Ausgangslage und des Spielverlaufs eine schwere Aufgabe.
Das Ergebnis:
HC Pustertal – Rittner Buam 2:3
Tore: 0:1 Julian Kostner (1.23), 1:1 Andergassen (17.05), 1:2 Marzolini (37.12), 2:2 Althuber (43.59), 2:3 Markus Spinell (55.27)

Autor: leo

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