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Die Polen von GKS Tychy treffen am Freitag auf Ritten Der Italienmeister hart sich fürs Turnier verstärkt Die Kasachen von Beibarys Atyrau Die Weißrussen von Shakhtyor Soligorsk

Continental Cup: Die Gegner der Rittner

Vom 18. bis zum 20. November findet in Klobenstein das Halbfinale in einer Vierergruppe des Continental Cups statt. Dabei werden die Rittner Buam, die Kasachen von Beibarys Atyrau, die Polen von GKS Tychy sowie die Weißrussen von Shakhtyor Soligorsk um die ersten beiden Gruppenplätze kämpfen, die für den Finaleinzug berechtigen. SportNews stellt die vier Mannschaften vor.

Rittner Buam(ITA)

Ritten ist einer der ältesten Eishockeyclubs Italiens und nahm schon 1929 an der nationalen Meisterschaft teil. Heute tragen die Rittner Buam ihre Heimspiele in der 1.200 Zuschauer fassenden Arena Ritten in Klobenstein aus.

Anfang der 1980er Jahre spielte der Verein noch in der dritten Liga, der Serie C. Ritten blieb dann bis zur Saison 2000/01 zweitklassig, als das Team den Aufstieg in die Serie A1 schaffte. 2006 standen dien „Buam“ erstmals im Finale der Serie A- Play-Offs, wo sie allerdings mit 0:3 gegen die HC Milano Vipers verloren. Auch 2008, 2009, 2010 und 2015 erreichte Ritten das Endspiel, unterlag aber zweimal gegen den HC Bozen und zweimal gegen Asiago. Im April 2014 gewann der Verein von Präsident Thomas Rottensteiner erstmals die italienische Meisterschaft. Meistertrainer war Rob Wilson. Dieser Erfolg wurde in der Saison 2015/16, diesmal unter der Leitung des finnischen Cheftrainers Riku-Petteri Lehtonen, wiederholt.

Die Meister-Mannschaft wurde in Hinblick auf die Spielzeit 2016/17verjüngt. Emanuel Scelfo, Luca Ansoldi, David Ceresa, Jan Waldner sowie die Ausländer Andrew Engelage, Brendan Cook und Mark van Guildern stehen nicht mehr im Aufgebot, dafür sind Torhüter Patrick Killeen, die schwedischen Zwillingsbrüder Oscar und Victor Ahlström, Roland Hofer, Danil Spimpolo und Tommaso Traversa gekommen. Auch einige Talente des Junioren-Teams wurden in die erste Mannschaft eingebaut.


Zwei Meistertitel, zwei Supercup und drei Italienpokale

Den ersten nationalen Titel gewann der Verein hingegen mit dem Supercup 2009, als Bozen bezwungen wurde. Das Jahr darauf wiederholten die „Buam“ den Sieg gegen Asiago. Den Italienpokal hat Ritten hingegen schon dreimal geholt: 2010, 2014 und 2015.

Rittner nimmt heuer zum zweiten Mal am Continental Cup teil. Vor zwei Jahren fand die dritte Runde ebenfalls in Klobenstein statt. Ritten verpasste damals den Einzug ins Super Finale ganz knapp. Entscheidend war die 1:2-Niederlage im Penaltyschießen gegen Bremerhaven. Die Fischtown Pinguins und die Kasachen von Yertis Pavlodar stiegen auf, Ritten schied aus.



HK Beibarys Atyrau (KAZ)

Der HK Beibarys Atyrau wurde 2009 gegründet und nimmt seit der Saison 2009/10 am Spielbetrieb der kasachischen Meisterschaft teil. Beibarys spielt im Khiuaz Dospanova Ice Palace in der westkasachischen Hafenstadt Atyrau, die in etwa zu gleichen Teilen auf europäischem und asiatischem Gebiet liegt und 170.000 Einwohner hat.

In seiner Premierenspielzeit scheiterte Atyrau erst in der Finalserie im fünften Entscheidungsspiel an dem HK Sary-Arka Karaganda. Bereits 2011 wurde der Klub erstmals in seiner Vereinsgeschichte kasachischer Meister. 2012 konnte die Mannschaft den Titel erfolgreich verteidigen und im Vorjahr folgte der dritte Erfolg.


15 Russen im Team

Trainiert wird die Mannschaft seit dem Gründungsjahr von Alexander Istomin. Im Team stehen neben 6 Kasachen, 15 Russen (vier davon mit KHL-Erfahrung), ein Slowake und ein Israeli. Der bekannteste Spieler der Mannschaft ist der 33-jährige russische Verteidiger Denis Makarov, dem222 KHL-Spiele zu Buche stehen. Die meisten Partien im Beibarys-Dress hat hingegen der russische Stürmer Maxim Sharifyanov bestritten, der es auf 253 Meisterschafts-Einsätze (195 Scorerpunkte) gebracht hat.

Der HK Beibarys Atyrau hat bereits 2012 und 2013 im ContinentalCup gespielt. 2012 scheiterte das Teamin der zweiten Runde im Penaltyschießen am lettischen Vertreter Liepajas Metalurgs, das Jahr darauf revanchierten sich die Kasachen gegen die Letten und qualifizierten sich für die dritte Runde, wo sie dann aber in Norwegen gegen die Weißrussen von Metallurg Zhlobin und Gastgeber Stavanger Oilers ausschieden.



GKS Tychy (POL)

GKS Tychy kann auf eine große Tradition zurückblicken. Der Verein wurde 1971 gegründet und spielt im Stadion Zimowy in der 130.000 Einwohner zählenden Stadt Tychy in der Woiwodschaft Schlesien im südlichen Teil Polens. Tychy bestreitert die Ekstraliga und gewann zweimal die polnischen Meisterschaften im Jahr 2005 und 2015. Außerdem wurde der Klub fünfmal Vize-Meister und zudem bereits sechsmal polnischer Pokalsieger, zuletzt 2015. Im Vorjahr musste sich Tychy in der Meisterschaft mit Rang dreibegnügen.

Seit vier Saisonen ist der 54-jährige ehemalige tschechische Weltmeister Jiri Sejba der Trainer der Polen. Im Kader stehen 22 einheimische Spieler, fünf Tschechen und ein Slowake. Publikumsliebling in Tychy ist der 36-jährige Stürmer Adam Baginski, der für seinen Klub 551 Meisterschaftsspiele bestritten hat und dabei 454 Punkte erzielte(176 Tore und 278 Assist).

Tychy qualifizierte sich für die dritte Runde des Continental Cup in Klobenstein dank eines Heimsieges gegen den ungarischen Vertreter DVTK Jegesmedvek Miskolc, die Slowenen von Acroni Jesenice und die Rumänen von Dunarea Galati.


Im Vorjahr stand Tychy im SuperFinal des Continental Cups

Für Tychy ist es die dritte Teilnahme am ContinentalCup. Vor zwei Jahren überstanden die Polen die zweite Runde und schieden dann nach drei Niederlagen in der dritten Runde in Angers gegen den Gastgeber, Neman Grodno und die Belfast Giants aus. In der Saison 2015-16 überstand Tychy zwei Vorrunden (u.a mit einem 26:0-Rekordsieg gegen Partizan Belgrad) und erreichte dann überraschend das Super-Final in Rouen. Hier belegten die Polen hinter den Hausherren und den Dänen von Herning Blue Fox den dritten Schlussrang, noch vor dem italienischen Meister Asiago.



HK Schachzjor Salihorsk (BLR)

Der HK Schachzjor Salihorsk ist ein sehr junger Klub, denn er wurde erst vor sieben Jahren gegründet. Die Heimspiele bestreitet die Mannschaft im Ice Sports Palace von Salihorsk (bedeutet auf Deutsch Salzberg), einer Stadt mit 102.000 Einwohnern. Der HK Schachzjor Salihorsk nimmt am Spielbetrieb der weißrussischen Extraliga teil.

In der ersten Saison nach der Gründung 2009 erreichte die Mannschaft, die Farmteam des KLH-Klubs Dinamo Minsk war, auf Anhieb das Playoff-Finale der Meisterschaft, verlor dann aber im siebten, entscheidenden Spiel gegen Junost Minsk. 2015 revanchierte sich Schachzjor Salihorsk mit einer glatten 4:0-Finalserie gegen Junost und holte sich erstmals die weißrussischen Meisterschaft. Im Vorjahr wurde Schachzjor Salihorsk hingegen wieder Vize-Meister hinter Junost.


Stürmer Viktor Andrushchenko der Star der Mannschaft

Trainiert wird Schachzjor Salihorsk seit Saisonbeginn vom ehemaligen weißrussischen Nationalcoach Andre Gusov. Star der Mannschaft ist der 30-jährige Stürmer Viktor Andrushchenko, der schon im Gründungsjahr im Kader stand. Mit insgesamt 111 erzielten Toren und 116 Assist ist er der erfolgreichste Stürmer der Weißrussen. Andrushchenko ist eigentlich in Kiew in der Ukraine geboren, spielte bis 2005 auch in den Jugendnationalmannschaften der Ukraine, stürmt aber seit 2014 für die weißrussische Nationalmannschaft.

Neu ins Team gekommen ist heuer auch der Kanadier Nathan Robinson. Der ehemalige NHL-Spieler (er spielte auch in Mannheim, Berlin und Köln in der DEL und bei den Vienna Capitals in der EBEL), wechselte im Sommer von Slavia Prag zu den Weißrussen. Robinson ist einer der sechs Ausländer des Klubs. Drei kommen aus Finnland: Tony Vidgren (erzielte in der Saison 2014-15 als Verteidiger 13 Tore und 13 Assist für Fassa), Lauri Kärmeniemi und Rasmus Kulmala. Alle drei sind ehemalige finnische Jugend-Nationalspieler. Torhüter Kevin Lindskoug ist Schwede. Der 24-Jährige wurde am Allerheiligentag extra für den Continental Cup verpflichtet. Dazu kommt auch noch der lettische Nationalspieler Edijs Brahmanis.


Im Vorjahr im Continental-Cup in der dritten Runde ausgeschieden

Der HK Schachzjor Salihorsk hat im Vorjahr sein Debüt im Continental-Cup gefeiert, schied aber in der dritten Runde in Frankreich gegen Gastgeber Rouen Dragons (0:1) und den polnischen Meister GKS Tychy (1:2) aus. Der einzige Sieg gelang den Weißrussen gegen den ukrainischen Verein HK Kremenchuk (6:0).

Autor: sportnews

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