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Asiagos Cracks (in weiß) jubeln ausgelassen, Ritten-Goalie Colin Furlong (rechts) kann es nicht fassen. © Diego Barbieri

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Asiagos Cracks (in weiß) jubeln ausgelassen, Ritten-Goalie Colin Furlong (rechts) kann es nicht fassen. © Diego Barbieri

Demütigung im Finale: Rittens Albtraum in Mailand

Das große Finale um den Italienmeistertitel, um den begehrten Scudetto, wurde zu einem Rittner Albtraum. Die Buam schlitterten in Mailand in ein echtes Debakel.

Sechs Mal haben die Rittner Buam bereits den Scudetto in die Höhe gestreckt. Am Sonntag wollten sie in der nigelnagelneuen Santa Giulia Ice Hockey Arena den siebten Streich vollbringen. Doch das Match im Mailänder Olympiastadion und vor 4.300 Fans verkam zu einem Albtraum: Die Buam wurden im Finale der IHL Serie A von HC Asiago regelrecht vermöbelt und kassierten eine 3:8-Niederlage.


So hoch haben die Rittner Cracks in dieser Saison noch nie verloren. Doch gegen den Liga-Rivalen aus Asiago lief fast alles schief, was nur schiefgehen kann. Pleiten, Pech und Pannen – dieser Spruch beschreibt den Abend von Kapitän Simon Kostner & Co. am besten. Asiago spielte dagegen groß auf und krönte sich zum neunten Mal zum Italienmeister. Für den stolzen Klub aus Venetien, der nach seinem Ausschluss aus der ICE im Sommer vor einem Scherbenhaufen stand, ist dieser Titel eine besonders große Genugtuung.

Rudy Rigoni im Asiago-Tor zeigte eine bärenstarke Leistung. © Diego Barbieri

Rudy Rigoni im Asiago-Tor zeigte eine bärenstarke Leistung. © Diego Barbieri


Das Duell der beiden AlpsHL-Teams war praktisch schon nach sieben (!) Minuten entschieden. Da führte Asiago nämlich bereits mit 4:0. Bezeichnend war der Führungstreffer der Stellati: In einem Getümmel wollte Rittens Marco Insam befreien, schoss dabei aber den Schläger von Filippo Rigoni II an – und von dort schlitterte der Puck an Goalie Colin Furlong vorbei ins Tor.

Asiagos Top-Trio spielt Ritten schwindelig

Während die Rittner Hintermannschaft an diesem Abend oft wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen wirkte, tobte sich vor allem Asiagos Paradeblock nach Belieben aus. Ryan Valentini (er ist mit 57 Punkten der Topscorer in der AlpsHL), Nicholas Porco (der drittbeste AlpsHL-Scorer mit 45 Punkten) und Lucas Chiodo (der fünftbeste AlpsHL-Scorer mit 44 Punkten) spielten die Buam regelrecht schwindlig.

Glänzte mit zwei Toren: Asiagos Lucas Chiodo. © Serena Fantini

Glänzte mit zwei Toren: Asiagos Lucas Chiodo. © Serena Fantini


Die Ausbeute dieses Trios am Ende des Abends: insgesamt elf Scorerpunkte! Porco glänzte mit einem Hattrick und einem Assist, Valentini bereitete vier Treffer vor, Chiodo erzielte zwei Tore und legte ein weiteres vor.

Zwei Asiago-Südtiroler jubeln

Spannung kam in der Olympia-Arena nie auf. Nur ein Mal gab es für die mitgereisten Rittner Fans einen Funken Hoffnung, als die Buam im Mitteldrittel mit einem Doppelschlag von Brandon Alderson (37.) und Marco Insam (39.) auf 3:6 herankamen. Doch praktisch im Gegenzug stellte Asiagos Tommaso Traversa auf 7:3 (40.) – und sorgte so für klare Verhältnisse.

Bei Asiago dürfen sich übrigens auch zwei Südtiroler über den Pott freuen: Die Youngsters Nathan Garau (aus Bozen) und Raffael Nitz (aus Brixen) trugen im Finale ihren Teil zum Erfolg bei.

HC Asiago – Rittner Buam 8:3

Asiago: Rudy Rigoni (Santangelo); Casetti-Gios, Calisti-Bellini, Parini-Filippo Rigoni I, Forte-Andrea Rigoni; Traversa-Johnson-Magnabosco, Porco-Chiodo-Valentini, Alessandro Parco-Filippo Rigoni II-Garau, Miglioranzi-Stevan-Nitz
Trainer: John Parco

Ritten: Furlong (Plattner); March-Crespi, Marzolini-Insam, Tauferer-Uffelmann, Spornberger; Welychka-Kostner-Alderson, Manuel Öhler-Cuglietta-Felicetti, Fink-Robert Öhler-Alex Oberrauch, Graf-Innerhofer-Max Oberrauch
Trainer: MacQueen

Tore: 1:0 Filippo Rigoni II (2.22), 2:0 Chiodo (3.57), 3:0 Porco (6.36), 4:0 Filippo Rigoni II (6.44), 4:1 Fink (15.58), 5:1 Porco (23.58), 6:1 Porco (31.45), 6:2 Alderson (36.05), 6:3 Insam (38.56), 7:3 Traversa (39.28), 8:3 Chiodo (46.00)

Zuschauer: 4.300

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